11. Dezember 2017   

11. Dezember 2017  

Afrika: Positive Wirtschaftsprognose/ Gastbeitrag: Die Jugend ist Afrikas Potenzial / Aktion: Wandern gegen Wassermangel

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  1. Positive Wirtschaftsprognose für Afrika

Anlässlich der beginnenden Afrikareise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beleuchtet der Tagesspiegel heute das Wirtschaftspotenzial des Kontinents. Das zentrale Thema des Afrikabesuchs sei Migration und Flucht. Die Furcht vor der massenhaften Emigration junger Afrikaner*innen sei die entscheidende Triebfeder für die derzeitige Afrikapolitik. Nach Ansicht von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) entscheide sich Europas Schicksal und Zukunft auf dem afrikanischen Kontinent. Afrika sei die mit Abstand am wenigsten entwickelte Region auf der Welt. Gleichzeitig bewerte die Wirtschaft die Zukunftsperspektiven des Kontinents positiv. Afrikas Bevölkerungswachstum und der hohe Anteil der Jugendlichen unter 25 Jahren seien ein großes wirtschaftliches Potenzial. Der Geschäftsführer des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, Christoph Kannengießer, schätze, dass Afrikas Anteil an der Weltwirtschaftsleistung in den kommenden 15 bis 20 Jahren von drei auf sechs Prozent steige – unvergleichbar mit jedem anderen Kontinent. Deswegen seien die Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika ein weiterer Schwerpunkt von Steinmeiers Besuch. Er werde von Wirtschaftsvertreter*innen begleitet, die in den kommenden Tagen Absichtserklärungen für Kooperationsprojekte mit afrikanischen Partnerfirmen unterschreiben würden. Auch die Politik setze auf private Investitionen. Die Europäische Union (EU) habe angekündigt, 44 Milliarden Euro für den Kontinent mobilisieren zu wollen, indem sie Investitionen absicherten. Allerdings böten Investitionen nicht für alle afrikanischen Länder eine Lösung. Die klassischen Entwicklungsgelder müssten sich auf besonders arme Staaten konzentrieren, so Kannengießer. Einige Entwicklungsorganisationen befürchteten jedoch, dass der Fokus auf Investitionen ärmste Länder weiter abhängen werde.

  1. Köhler: Großes Potenzial der afrikanischen Jugend

In einem Gastbeitrag im Tagesspiegel vom gestrigen Sonntag schreibt Altbundespräsident Horst Köhler über die Chancen und Risiken der afrikanischen Jugend. Die Bevölkerung Afrikas werde sich in den nächsten 30 Jahren von 1,2 auf 2,4 Milliarden Menschen verdoppeln. Bereits jetzt sei die Hälfte der Bevölkerung Afrikas jünger als 18 Jahre. Es sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, der afrikanischen Jugend eine Perspektive zu geben, so Köhler. Afrika könne ein Kontinent des wirtschaftlichen Wachstums werden, wenn Volkswirtschaften diversifiziert würden, der informelle Sektor produktiver gemacht werde und Afrikas Jugend durch Entrepreneurship selbst als Jobmotor fungiere. Wenn der Jugend keine Perspektiven geboten würden, sei sie leicht für ideologisch aufgeladene Gewalt zu gewinnen. Auch die politischen Chancen der Jugend müssten verbessert werden, schreibt Köhler. Nirgendwo sei der Altersabstand zwischen Regierenden und Regierten so groß wie in Afrika. Die Hürden der politischen Beteiligung seien für junge Menschen teilweise absurd hoch, beispielsweise durch hohe Mindestalter. Die Jugend könne eine demografische Dividende anregen, wenn es vorhergehende Investitionen gebe. Die Hauptverantwortung hierfür liege bei Afrika. Jedoch müsse Europa der afrikanischen Jugend die Möglichkeit bieten, sich in Europa weiterzubilden. Zudem müssten die afrikanischen Volkswirtschaften modernisiert und die internationale Handels- und Finanzpolitik gerechter gestaltet werden. Schlussendlich sei es wichtig, dass sich Afrika und Europa als Partner begegneten, so der Altbundespräsident.

  1. Viva con Agua: 550 Kilometer durch Uganda und Ruanda für besseres Wasser

Eine Gruppe von 35 Läufer*innen aus Europa und Ostafrika ist gerade vier Wochen durch Uganda und Ruanda gelaufen, um auf den Mangel an sauberem Wasser aufmerksam zu machen, wie einer der Läufer, Benjamin Adrion, in einem Interview mit Spiegel Online berichtet. Sie hätten vor Ort erfahren, was Wassermangel wirklich bedeutet. Während der Wanderung hätte es keine brenzlige Situation gegeben, sondern sehr viel Gastfreundschaft. Mit der Aktion wollten sie Spenden sammeln, um Trinkwasser- und Sanitärprojekte in Ruanda und Uganda zu fördern. Bisher hätten sie rund 30.000 Euro erhalten.

 

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