27. November 2017
Top-Themen

27. November 2017

Merkel beim EU-AU-Gipfel/ G20 - eine Bilanz /Simbabwes neuer Präsident ein Massenmörder?

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. EU-Afrika Gipfel: Merkel fordert mehr afrikanische Investitionen in Bildung
Im Vorfeld des EU-Afrika Gipfels diese Woche in der Elfenbeinküste berichteten etliche Medien, darunter das Handelsblatt, das ZDF und die Agentur Reuters, über die Forderung von Kanzlerin Merkel nach mehr afrikanischen Investitionen in Bildung. Merkel zufolge seien die Mittel der Geberländer wirkungslos, wenn „sich die [afrikanischen] Regierungen anschließend nicht wirklich auch um ihre jungen Menschen kümmern“. Denn die afrikanische Jugend sei willens, intelligent und lernbereit, so Merkel. In Folge des großen Zuwachses an Geflüchteten in den vergangenen Jahren hätte die Kanzlerin mehrfach Kooperationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern gefordert. Die Bundesregierung habe die Mittel für nordafrikanische Staaten erheblich erhöht, auch um die Migration einzudämmen. Die Verbesserung der Bildungschancen sei Teil der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Gleichzeitig wolle Merkel die Rückführung von afrikanischen Geflüchteten ohne Aufenthaltsrecht beschleunigen. Wichtig sei aber auch eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten, betonte die Kanzlerin. Aus diesem Grund sei Afrika ein Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft gewesen. Der EU-Afrika Gipfel am Mittwoch wolle die Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika bei den Themen Perspektiven junger Menschen, Frieden und Stabilität sowie Migration verbessern.

2. Die deutsche G20-Präsidentschaft: Eine ernüchternde Bilanz
Die Hamburger Morgenpost (MoPo) zog gestern Bilanz über den G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli. Deutschland habe für ein Jahr die Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt angeführt. Der Höhepunkt sei der G20-Gipfel in Hamburg gewesen. Der Gipfel habe der Stadt jedoch nichts Positives gebracht, so die MOPO. Die Krawalle während des Gipfels hätten Hamburg Millionen gekostet und das Gipfelgeschehen in den Hintergrund gedrängt. Auch in der Klimapolitik seien keine großen Fortschritte erzielt worden. Mit Ausnahme der USA hätten die G20 sich zwar auf den Kampf gegen den Klimawandel eingeschworen, der CO2-Ausstoß würde dieses Jahr trotzdem weltweit um weitere zwei Prozent steigen. Ein Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft sei die Partnerschaft mit Afrika gewesen. Die deutsche Präsidentschaft habe die „Compacts mit Afrika“ initiiert, die die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern sollten. Nach Ansicht der Entwicklungsorganisationen ONE und Oxfam hätten sich die Compacts zu einseitig auf die wirtschaftliche Kooperation und zu wenig auf die Betroffenen vor Ort konzentriert. Oxfam kritisiere zudem, dass das humanitäre Engagement für die von Hungerkrisen betroffenen Länder (Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen) zwar erhöht wurde, die reichen Länder es aber trotzdem nicht geschafft hätten, den dringendsten Bedarf abzudecken.

3. Simbabwes neuer Präsident ein Massenmörder?
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) beleuchtet heute die Folterlarger von Mugabes Regime in den 1980er Jahren in der Oppositionshochburg Matabeleland. Im Matabeleland lebe der Stamm der Ndebele, die seit dem 19. Jahrhundert im Konflikt mit den regierenden Shona stünden. Bei den Massakern, die von den Einheimischen Gukurahundi („Der frühe Regen wäscht die Spreu aus“) genannt werden, seien Tausende ums Leben gekommen, überwiegend Ndebele. Die genauen Zahlen kenne keiner, denn die Lager seien nach dem Ende der Massaker weiträumig abgeriegelt worden. Die Massaker habe hauptsächlich Mugabes fünfte Brigade ausgeführt, die damals speziell von nordkoreanischen Militärfachleuten ausgebildet worden sei. Gleichzeitig habe Mugabe den Geheimdienst aufgebaut, zu dessen Chef er den jetzigen Präsidenten Emmerson Mnangagwa ernannt habe, der für die Massaker mitverantwortlich gewesen sei. Viele Angehörige der Volksgruppe Nbdele würden deshalb angstvoll in die Zukunft blicken. Sie hofften, dass Mnangagawa ein Einsehen habe und eine Regierung der nationalen Einheit bilden werde oder zumindest freie Wahlen zulasse. Mnangagwa habe jedoch vor kurzem geäußert, dass die Zanu-PF an der Macht bleiben werde und ihre Gegner „weiter knurren, heulen und bellen“ würden.

×

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unserer Privacy Policy einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.
Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?
Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

ähnliche Beiträge