17. November 2017
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17. November 2017

Fair Finance Week/ Mugabe will im Amt bleiben/Trump erlaubt Einfuhr afrikanischer Elefantentrophäen

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 1. Fair Finance Week: Ein langsames Umdenken bei der Ernährungssicherung

Bei der „Fair Finance Week“ in Frankfurt diskutierten Expert*innen über Probleme und Lösungen in der Ernährungssicherung, wie die Frankfurter Neue Presse berichtet. Ein zentrales Thema sei das Landgrabbing gewesen. Dies beschreibe den massiven Ankauf von Land, insbesondere in Entwicklungsländern, durch Finanzkonzerne. Landgrabbing könne zu Landkonzentrationen von bis zu 70.000 Hektar führen. In Deutschland gelte schon eine Fläche von 3.000 Hektar als sehr großes Landgut. Auf den massiven Flächen würden zwar häufig Lebensmittel wie Zuckerrohr, Palmöl, Raps oder Soja angebaut werden, jedoch würden letztendlich nur 43 Prozent der Produktion von Menschen verzehrt. Laut der Menschenrechtsorganisation FIAN (Foodfirst Information and Action Network) resultiere das Landgrabbing häufig in Konflikten mit der lokalen Bevölkerung und den Kleinbauern und –bäuerinnen. Infolgedessen käme es zu gewaltsamen Vertreibungen und Landflucht, so FIAN. Obwohl genug Lebensmittel produziert würden, um fast zehn Milliarden Menschen zu ernähren, sei die Zahl der Hungernden wieder gestiegen – um rund 40 Millionen Menschen weltweit. Die Welternährung sei „in erster Linie eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit“, sagt Roman Herre, Agrar-Referent bei FIAN. Er sehe die grüne Gentechnik nicht als Lösung der Ernährungsunsicherheit. Sie würde zwar zu Spitzenerträgen führen, sei aber extrem anfällig für Krankheiten und Trockenperioden. Dies stelle ein zu großes finanzielles Risiko für Kleinbauern und –bäuerinnen dar.

  1. Simbabwe: Mugabe will im Amt bleiben

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, die Welt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, schreiben heute, dass der Langzeitpräsident Mugabe nach der Machtübernahme des Militärs in Simbabwe weiterhin im Amt bleiben will. Dies habe Mugabe bei einem Treffen mit Generälen in der Hauptstadt Harare verlauten lassen, so ein Armeeangehöriger. Die politische Krise sei durch einen Machtkampf um die Nachfolge Mugabes entstanden. Sie hätte sich zugespitzt, als Mugabe seinen Stellvertreter und potentiellen Nachfolger Emmerson Mnangagwa entließ. Mnangagwa habe enge Verbindungen zum Militär, die die Präsidentschaftsambitionen von Mugabes Ehefrau Grace ablehnten. Der ehemalige Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, ein Gegner Mugabes, habe diesen „im Interesse des Volkes“ zum Rücktritt aufgefordert. Bisher sei der Präsident jedoch lediglich unter Hausarrest gestellt worden. Das US-Außenministerium erhoffe sich durch die Militärübernahme einen „Übergang in eine neue Ära.“ Der Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Guineas Präsident Alpha Condé, sehe die Entwicklungen jedoch äußerst kritisch und warne, dass Afrika die militärische Machtübernahme „niemals“ akzeptieren werde. Die Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrikas (Sadc) hoffe, dass die Krise in Simbabwe durch ein regionales Gipfeltreffen gelöst werden könne. Dies böte Mugabe die Möglichkeit, in Würde von seinem Amt zurückzutreten. Der regierungskritische Pastor Evan Mawarire sei der Meinung, dass Bürger*innen an dem politischen Prozess teilhaben müssten. Deswegen habe er der Armee angeboten, mit ihr zu verhandeln. Beobachter*innen vermuteten, dass das Militär die politische Krise schnell beilegen wolle.

 Trumps Regierung genehmigt Einfuhr von afrikanischen Elefantentrophäen

Der Müncher Merkur meldete bereits gestern, dass die Regierung von Präsident Donald Trump das Verbot gegen die Einfuhr von Elefantentrophäen aus Sambia und Simbabwe aufgehoben hat. Die lokale und regulierte Jagd könne helfen, die Tierbestände zu schützen, argumentiert die US-Naturschutzbehörde FWS. Das erhaltene Geld könne dann in den Naturschutz investiert werden. Naturschützer*innen hielten dies jedoch für eine unsinnige Argumentation. Wenn man Tierbestände schützen wolle, sollte man keine schrumpfende Population, wie die Elefanten, töten, erklärt Tanya Sanerib von dem Center for Biological Diversity.

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