Mütter- und Kindersterblichkeit sollte verringert werden?  Dafür gibt es jetzt eine App

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2012 besuchte Alain Nteff seinen Freund Dr. Conrad Tankou, der in einem Krankenhaus in der Nordwest-Region von Kamerun arbeitete. „Mehrere Mütter und Neugeborene starben an Komplikationen, die man im Rahmen einer guten Schwangerschaftsvorsorge hätte vorhersehen und in den Griff bekommen können“, erklärt Alain. Er war schockiert über das, was er sah.

Gemeinsam begannen Alain und Dr. Tankou zu überlegen, wie sie ihre Fähigkeiten einsetzen könnten, um das Problem der Mütter- und Kindersterblichkeit zu entschärfen.

Nachdem sie an einem Workshop von Harambe Cameroun über Projektentwicklung teilnahmen, entwickelte das Duo die „Gifted Mom“-App. Diese einfache, aber dennoch unglaublich hilfreiche Handy-App schickt Impf-Erinnerungen und andere schwangerschaftsbezogene Daten an Schwangere und junge Mütter, die den Dienst abonniert haben. Dazu müssen sie nur das Wort „mom“ an die 8006 senden. Über die Plattform können die Frauen sogar gesundheitsbezogene Fragen stellen und per SMS Beratung erhalten.

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Alains inspirierende Vision für sein Startup ist klar: „Ich habe Gifted Mom entwickelt, damit schwangere Frauen und junge Mütter auf kostengünstige Art und Weise Unterstützung bekommen.“ Er plant, eine neue App zu entwickeln, die nicht nur schwangeren Frauen und jungen Müttern, sondern auch Menschen in armen Gegenden Zugang zu einer grundlegenden Krankenvorsorge ermöglicht.

„Der Anzisha Prize für Jungunternehmer, den ich 2014 erhielt, gab der Entwicklung von Gifted Mom einen großen Schub. Durch den mit 25.000 Dollar dotierten Preis, der von der Mastercard Foundation finanziert und von der African Leadership Academy verliehen wird, erhielt die App viel Aufmerksamkeit“, erklärt Alain.

Der Preis ermöglichte ihm am World Economic Forum in Davos teilzunehmen, wo er der jüngste Teilnehmer war.

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„Hier konnte ich der Welt sagen, dass das Problem der Mütter- und Kindersterblichkeit nicht allein ein Frauenproblem ist“, erinnert sich Alain, „sondern ein Problem, das alle etwas angeht und an dessen Lösung sich alle beteiligen sollten.“

Alains Startup hat das Potential, im Hinblick auf die weltweiten Müttersterblichkeitsraten wirklich etwas zu bewirken – eine Rate, die gemäß den Globalen Ziele der Vereinten Nationen auf weniger als 70 pro 100.000 Lebendgeburten gedrückt werden soll.

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Von den anfänglich 8 Abonnentinnen ist die Gifted Mom-Community auf mittlerweile 3000 Nutzer gewachsen. Wirklich beeindruckend! Aber es sei nicht einfach, noch mehr Menschen zu erreichen, merkt Alain an. „Bisher konnte ich für Gifted Mom 37.000 US-Dollar einwerben. Die größte Herausforderung ist dabei die Zusammenarbeit mit größeren Krankenhäusern“, sagt er.

Alain bleibt optimistisch und die Preisen, die er verliehen bekommen hat, sprechen für das große Potential. Dank der Hilfe von Partnern und Sponsoren konnte Alain in mehreren Krankenhäusern Gifted Mom-Stände aufstellen. Das Startup arbeitet auch mit Gesundheitsdienstleistern und Medizinstudenten in Städten und auf dem Land zusammen, um die größtmögliche Reichweite zu garantieren.
„Ich möchte bis Ende 2015 das Leben von 50.000 Müttern und bis 2017 das von Millionen weiterer auf dem ganzen Kontinent erleichtern“, erklärt er.

Die #GlobalGoals gehen alle was an. Mach dich schlau, mach mit: ONE.org/globalgoals

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