Führende Politiker für besseren Umgang mit Flüchtlingen. Die Top-Themen des Tages.

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© Ettore Ferrari/dpa

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  1. Führende Politiker für besseren Umgang mit Flüchtlingen
  2. Bank für Migranten
  3. Neues MIttel gegen Malaria?

1. Führende Politiker für besseren Umgang mit Flüchtlingen
In Anbetracht der steigenden Flüchtlingszahlen in Europa beklagt Entwicklungsmister Gerd Müller in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dass dem Thema innerhalb der EU nicht der nötige Stellenwert beigemessen werde. Müller sprach sich für die Einrichtung eine EU-Flüchtlings-Sonderbeauftragten sowie für die Einrichtung eines europäischen Flüchtlingsfonds in Höhe von 10 Milliarden Euro aus. Außerdem sei es wichtig, ankommenden Asylbewerbern eine Perspektive zu bieten, zum Beispiel durch eine Ausbildung. Obwohl aktuell die meisten Asylbewerber aus dem Balkan kämen, müsse „Afrika im Fokus Europas“ stehen. Die dortige Bevölkerung wachse, ebenso wie der Anteil der jungen Menschen, die zumeist keine Jobperspektive hätten. Der Minister verwies zudem auf Erfolge bisheriger Entwicklungspolitik. So sei nicht nur die Armut, sondern auch die Mütter- und Kindersterblichkeit um die Hälfte reduziert worden, Impfungen an 500 Millionen Kindern durchgeführt, Malaria und Aids begrenzt worden sowie Polio und Tuberkulose verschwunden. Allerdings müsse mehr getan werden, um die Flüchtlingsursachen zu bekämpfen. Neben Nothilfe bedürfe es Maßnahmen zur Reintegration von Flüchtlingen sowie einem EU-Programm für die Mittelmeerregion. In einem in der FAZ erschienen Gastbeitrag von Bundespräsident Joachim Gauck rief dieser die Länder Europas zu mehr Unterstützung für Flüchtlinge auf. Bereits in der Samstagsausgabe der FAZ betonten Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Arbeitsministerin Andrea Nahles ebenfalls in einem Gastbeitrag die Verantwortung, die insbesondere Deutschland für die Flüchtlinge trage.

2. Bank für Migranten
Die Süddeutsche Zeitung thematisierte bereits am vergangenen Freitag das Konzept einer Migrations-Entwicklungsbank (Migration Development Bank, MDB), das vom ehemaligen Weltbank-Direktor Otavio Canuto und dem Wirtschaftsprofessor Aleksandr Gevorkyan entwickelt wurde. Viele Migranten flöhen nicht nur aus Gründen politischer Verfolgung, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen, um ihren Familien mit Überweisungen zu unterstützen. Nach Angaben der beiden Ökonomen erfüllen diese Transaktionen eine wichtige Funktion in den entsprechenden Heimatländern. Jedoch sei hier noch ein großes ungenutztes Entwicklungspotential. So können die Ströme besser genutzt werden, wenn sie nicht nur dem Konsum, sondern auch Investitionen zugutekämen. Die MDB böte zum einen Zuwanderern im Gastland die Gelegenheit, Geld mit begrenztem Risiko zu investieren und zum anderen ergebe sich für das Heimatland eine neue Geldquelle. Als positives Beispiel für ein ähnliches Konzept nannte die Süddeutsche Zeitung die 1904 in den USA gegründete Bank of  Italy, die sich gezielt an italienische Einwanderer richtete. Heute sei das in Bank of America umbenannte Kreditinstitut eines der weltweit größten ihrer Art.

3. Neues Mittel gegen Malaria?
Wie die Frankfurter Rundschau meldet, haben Wissenschaftler erfolgreich ein neues Präparat gegen Malaria getestet. Neue Medikamente gegen die Tropenkrankheit würden wegen sich ausbreitender Resistenzen gegen bestehende Medikamente dringend benötigt. Noch sei das Präparat bisher nur an Mäusen getestet worden. Man befinde sich in einer frühen Testphase und eine klinische Anwendung sei frühestens in zehn Jahren zu erwarten, so die Forscher. Malaria werde durch den Stich einer vom Virus befallenen weiblichen Anopheles-Mücke verursacht. Symptome seien zunächst Fieber, Kopfschmerzen und Erschöpfung. Eine schwere Form sei die sogenannte Malaria tropica, die zu neurologischen Störungen, starker Blutarmut und Nierenversagen führen könne und bei Nicht-Behandlung oft tödlich ende. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2013 rund 200 Millionen Menschen von Malaria betroffen.  600.000 Menschen seien in diesem Jahr an ihr gestorben, die meisten davon Kinder.

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