20. Oktober 2020
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20. Oktober 2020

Vorbereitung auf den Impfstoff / Klimakrise und Wasserknappheit / Südafrika: Apartheidsgedanken nach wie vor präsent

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1. Vorbereitung auf den Impfstoff
In einem Interview mit Zeit Online mahnt Professorin Marylyn Addo, Infektiologin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, die Gesellschaft an, sich an die empfohlenen Maßnahmen halten, um der Pandemie die Stirn zu bieten. Es gebe jedoch auch Grund zur Zuversicht: Die Forschung zu Covid-19 sei erheblich vorangegangen und die Mediziner*innen haben ein besseres Einschätzungsvermögen für Risikopatient*innen entwickelt, die an Corona erkrankt sind. Derzeit seien zwischen 170 und 190 Impfstoffe in der Entwicklung und 44 davon in der klinischen Testphase. Addo selbst forsche in Hamburg an einem Corona-Vakzin. Die Weltgesundheitsorganisaton (WHO) erwartet einen Corona-Impfstoff Mitte des Jahres 2021, wie Deutschlandfunk, RP Online und RTL.de melden. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF lagert laut der Süddeutschen Zeitung und der Berliner Zeitung bereits 520 Millionen Spritzen, um einen neuen Impfstoff so schnell wie möglich einsetzen zu können.

2. Klimakrise und Wasserknappheit
Wie Matthias Jauch im Tagesspiegel berichtet, geht der Streit zwischen Ägypten, Äthiopien und Sudan bezüglich des Staudamms weiter, den Äthiopien gebaut hat. Trotz Drohungen aus Ägypten habe Äthiopien den Staudamm im Juli erstmals mit Wasser befüllt. Während Äthiopien sich davon eine deutlich verbesserte Stromversorgung verspricht, sorgen sich die Bewohner*innen Sudans und Ägyptens um ihre Wasserversorgung. Ein Szenario wie dieses werde auch in Zukunft kein Einzelfall sein. Durch das Bevölkerungswachstum werde der Wasserbedarf weltweit steigen. Nach UN-Angaben haben bereits jetzt 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Außenminister Heiko Maas habe bereits davor gewarnt, dass der Klimawandel nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch immer öfter eine Frage von Krieg und Frieden sei. Bereits jetzt gebe es in Nigeria blutige Kämpfe um Weide- und Ackerland, wie Matthias Jauch im Tagesspiegel weiter schreibt. Im Falle des oben erwähnten Staudamms fordern Ägypten und der Sudan eine Einigung. Es habe in der Vergangenheit vorbildliche Lösungen für derartige Probleme gegeben: 1960 haben Indien und Pakistan einen Vertrag zur Nutzung des Indus-Wassers geschlossen, der bis heute gültig ist.

3. Südafrika: Apartheidsgedanken nach wie vor präsent
Bereits am Wochenende schrieb Christian Putsch in der Welt am Sonntag, dass sich die Lage in Südafrika bezüglich der Morde an weißen Farmern zuspitzt. Nach dem Mord an einem jungen weißen Landwirt im südafrikanischen Senekal haben sich Aktivist*innen der EFF (Economic Freedom Fighters) sowie Vertreter*innen der Buren auf den Straßen der Stadt eingefunden. Beiden Gruppen seien am Ortseingang im Zuge von Polizeikontrollen Waffen abgenommen worden. 90 Prozent der Farmen im Bezirk seien im Besitz von Weißen. Im vergangenen Jahr habe es 73 Mordfälle auf Farmen im ganzen Land gegeben. Der letzte Mord in der Gegend um Senekal sei jedoch an einem dunkelhäutigen Farmer begangen worden. Insgesamt sei schwarze Bevölkerung Südafrikas einer weit höheren Kriminalitätsrate ausgesetzt.

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