20. November 2018
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20. November 2018

Malaria: Zahl der Infizierten steigt / Deutschland erhöht Investitionen in globale Bildung / Tansania: Situation für Homosexuelle verschärft sich

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1. Malaria: Zahl der Infizierten steigt
Mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, Spiegel Online, Welt Online, tagesschau.de, Zeit Online und die Deutsche Welle berichten über die weltweit steigende Zahl von Malaria-Infektionen. 2017 sei die Zahl der Infizierten um zwei Millionen auf 219 Millionen gestiegen. Afrika sei besonders betroffen. Dort ereignen sich 90 Prozent aller Erkrankungen. Die Zahl der Todesfälle sei im Vergleich zu 2016 von 451.000 auf 435.000 leicht gesunken. Ein Problem sei immer noch, dass die Hälfte der Risikogruppe nicht unter den dafür präparierten Netzen gegen Moskitos schlafe, die als Erreger der Krankheit gelten. Zudem hätten noch immer zu wenig Schwangere Zugang zu Prophylaxe-Mitteln, so Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation. Tedros wolle auch mit Hilfe der Privatwirtschaft den Kampf gegen die Infektionskrankheit intensivieren. Bis 2020 seien hierfür jährliche Mittel von 6,6 Milliarden US-Dollar nötig. 2017 liegen die Ausgaben bei 3,1 Milliarden US-Dollar. Der Tagesspiegel veröffentlichte heute zudem ein Stück über Wünsche von Lobbyist*innen für das kommende Jahr. Hintergrund ist der gestern stattgefundene Politikgipfel „Agenda 2019“ mit Kanzleramtschef Helge Braun in Berlin. Darin fordert die Entwicklungsorganisation ONE von der Bundesregierung, dass sie sich im kommenden Jahr an der Seite Frankreichs für eine erfolgreiche Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria einsetzt.

2. Deutschland erhöht Investitionen in globale Bildung
Wie unter anderem das Hamburger Abendblatt und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung melden, intensiviert das Entwicklungsministerium seine Bemühungen für globale Bildung. Für die Sonderinitiative „Ausbildung und Beschäftigung“ wolle das Ministerium ab dem kommenden Jahr 230 Millionen Euro bereitstellen, um „Ausbildungs- und Jobperspektiven“ für deutsche und afrikanische Unternehmen zu schaffen. Entwicklungsminister Müller wolle langfristig 25 Prozent des Etats seines Hauses für Bildung und berufliche Bildung aufwenden. Zudem erhöhe das Ministerium seine Mittel für Education Cannot Wait – einem Fonds für die Bildung von Kindern in Konfliktgebieten – von 16 auf 31 Millionen Euro. Laut dem Unesco-Weltbildungsbericht haben geflüchtete Kinder und Heranwachsende innerhalb der vergangenen zwei Jahre 1,5 Milliarden Schultage verpasst.

3. Tansania: Situation für Homosexuelle verschärft sich
Die Welt und die Frankfurter Rundschau thematisieren die sich verschärfende Situation für Homosexuelle in Tansania. Beginnend mit dieser Woche werde ein „Überwachungsteam“ gegen Prostitution, Online-Betrug und Homosexuelle vorgehen. Bürger*innen können „Verdächtige“ über eine Telefon-Hotline denunzieren. Männern, die gleichgeschlechtlichen Sex haben, drohe bis zu 30 Jahre Haft. Laut einer Umfrage des US-amerikanischen Pew-Instituts lehnen 95 Prozent der Tansanier*innen Homosexualität ab. Präsident John Magufuli, auf dem anfangs wegen seines Kampfes gegen die Korruption und wegen der Einführung vieler Sparmaßnahmen große Hoffnungen geruht haben, regiere zunehmend autoritär. Der niederländische Botschafter, der sich in der Vergangenheit kritisch über die Situation in dem Land geäußert habe, sei des Landes verweisen worden. Die Weltbank habe beschlossen, 300 Millionen US-Dollar für Bildungsinvestitionen zurückzuhalten – als Reaktion auf die präsidiale Anordnung, schwangere Mädchen von staatlichen Schulen auszuschließen. Auch Dänemark halte Entwicklungsmittel wegen der Situation für Homosexuelle zurück.

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