20. Mai 2019

20. Mai 2019

Ende des Bevölkerungswachstums? / Müller geht geplante Finanztransaktionssteuer nicht weit genug / Kongo: Ebola-Epidemie weiter auf dem Vormarsch

1. Ende des Bevölkerungswachstums?
Hilmar Schmundt schreibt in der aktuellen Ausgabe des Spiegels, dass die Weltbevölkerung wider Erwarten womöglich schrumpft. Während die Vereinten Nationen (UN) auch heute noch vor einem ungebremsten Wachstum warnen und davon ausgehen, dass bis ins Jahr 2100 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben, gehen andere Expert*innen von einem deutlich geringeren Anstieg aus. Darell Bricker, Manager der Marktforschungsagentur Ipsos, behauptet, die Weltbevölkerung werde sich Mitte dieses Jahrhunderts „an ein Plateau annähern“ und ab 2070 sogar schrumpfen. Bricker zufolge unterschätzen die UN, wie sich die Welt verändere. Vor allem in afrikanischen Ländern wie Nigeria oder Äthiopien falle die Fertilitätsrate schneller als bisher angenommen. Der Faktor Bildung und sein Einfluss auf die Geburtenrate werde seitens der UN noch unterschätzt. Diese Argumentation und die Kritik an den aktuellen UN-Prognosen werden von neuen Daten und vielen Expert*innen unterstützt.

2. Müller geht geplante Finanztransaktionssteuer nicht weit genug
Wie die Welt, Zeit Online und die Tiroler Tageszeitung berichten, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine wirksame Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene. Derzeit beraten mehrere EU-Staaten über die Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte. Nachdem eine EU-weite Regelung 2013 am Widerstand Schwedens und Großbritanniens gescheitert sei, werde das Vorhaben derzeit im Rahmen einer sogenannten verstärkten Zusammenarbeit von einer Gruppe aus zehn EU-Staaten verfolgt. Da sich der vorliegende Vorschlag vornehmlich auf Aktien und nicht auf Finanzprodukte konzentriere und die dadurch erzielten Einnahmen deutlich geringer ausfallen, habe Müller den Vorschlag als „nahezu wirkungslos“ kritisiert. Der Minister forderte eine umfassendere Steuer, mit der die EU Einnahmen in Höhe von 60 Milliarden Euro im Jahr erzielen könne. Müller wolle dieses Geld in einen Entwicklungsfonds zum Klimaschutz in Afrika investieren.

3. Kongo: Ebola-Epidemie weiter auf dem Vormarsch
Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Deutsche Welle berichten, nimmt in der Demokratischen Republik Kongo die Gefahr einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie zu. Der bisher zehnte Ausbruch im Land sei derzeit kaum aufzuhalten und dauere bereits seit neun Monaten an. An diesem Wochenende habe das Gesundheitsministerium in Kinshasa 1777 Infizierte und 1177 Todesfälle gemeldet. Zudem wachse die Infektionsrate immer weiter an. Die größten Herausforderungen bilden nach wie vor bewaffnete Konflikte vor Ort sowie schwer erreichbare Regionen. Mittlerweile sei ein experimenteller Ebola-Impfstoff das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen die Krankheit. 118 000 Menschen seien bereits geimpft worden, um eine Ausbreitung auf die Nachbarsländer zu verhindern. Wie die Ärzte-Zeitung schreibt, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits vergangenen Donnerstag am Rande der Beratungen der G7-Gesundheitsminister*innen, die Eindämmung der Infektion sei ohne ein funktionierendes Gesundheitssystem schwierig. Die G7-Minister*innen haben in Paris unter anderem über die richtige Strategie im Kampf gegen Ebola und gegen die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria beraten.

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