20. Juni 2019
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20. Juni 2019

UN-Nachhaltigkeitsziele: Deutschland fällt zurück / USA: Keine Interesse an Afrika? / Kakao: Mindestpreis gegen Armut

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1. UN-Nachhaltigkeitsziele: Deutschland fällt zurück

Wie viele Medien, darunter FAZ.net, Sueddeutsche.de und Welt Online  berichten, rutscht Deutschland um zwei Plätze auf Platz 6 im Ranking der Länder, die Fortschritte bei den UN-Nachhaltigkeitszielen machen. Vor Deutschland liege eine Menge Arbeit, wenn die Ziele der Agenda bis 2030 erreicht werden sollen, so Entwicklungsminister Gerd Müller. Aktuell erfülle kaum ein Land die vereinbarten Ziele für eine ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung. Deutschland und Frankreich seien die einzigen Länder der G-7 Gruppe, die es im UN-Ländervergleich unter die ersten zehn geschafft haben. Das Schlusslicht bilden afrikanische Entwicklungsländer wie die Demokratische Republik Kongo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Ein Problem sei der mangelnde Geldfluss. Nur wenige Staaten würden die geforderten 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftskraft für Entwicklungszusammenarbeit aufwenden. Deutschland gehöre nicht dazu. Auch das Konsumverhalten der Industriestaaten werde bemängelt. Es herrsche ein Missverhältnis zwischen der Überproduktion von Lebensmittel einerseits und Mangelernährung auf der anderen Seite.

2. USA: Keine Interesse an Afrika?

Bereits am Dienstag berichtete die Deutsche Welle über den alle zwei Jahre stattfinden US-Afrika-Wirtschaftsgipfel. In Mosambiks Hauptstadt Maputo finden sich zwölf afrikanische Staats- und Regierungschefs ein, um über aktuelle Wirtschaftsfragen zu diskutieren. Die USA sei nur mit wenigen Politiker*innen vertreten. Der Veranstaltungen knüpfe an die vorherigen Gipfel in Washington 2017 und Addis Abeba 2016 an. Washington habe Handelsministerin Karen Dunn Kelley als höchstrangiges Regierungsmitglied entsandt. Afrika habe für die USA im Vergleich zu europäischen und asiatischen Staaten keine große Bedeutung, so Philipp Gieg, Politikwissenschaftler an der Universität Würzburg. Im Moment fehle noch der Antrieb hinter der US-Afrikapolitik. Dies zeige sich auch darin, dass der Afrika-Posten im US-Außenministerium eineinhalb Jahre unbesetzt blieb.

3. Kakao: Mindestpreis gegen Armut

Wie die Deutsche Welle berichtet, wollen Ghana und die Elfenbeinküste einen Mindestpreis für Kakao durchsetzen. Die beiden größten Kakao-Produzenten der Welt wollen damit Armut und Kinderarbeit in der Kakaoproduktion entgegenwirken. Aktuell lebten Kakaobauern und ihre Familien unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag. Sie könnten sich somit nicht von ihren Ernteeinnahmen ernähren. Nur vier Cent pro verkaufter Schokolade blieben für die Bauern übrig, den Preise bestimme hierbei die Rohstoffbörse. Kinderarbeit sei in der Branche weit verbreitet, um die Arbeitskosten zu reduzieren. Würden Bauern in Ghana 50 Prozent mehr Geld bekommen, könnte dies bereits die Kinderarbeit in dem Land beenden.

 

 

 

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