20. Juli 2021
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20. Juli 2021

Corona: Lage in Afrika weiterhin bedrohlich / Äthiopien: Umstrittener Nil-Staudamm aufgestaut / Weltbank wirbt für “Global Skill”-Partnerschaften

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1. Corona: Lage in Afrika weiterhin bedrohlich 

Pamela Dörhöfer berichtet in der Frankfurter Rundschau über die immer weiter ansteigenden Corona-Infektionen in Afrika. Die Zahl der Corona-Toten sei dort laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um mehr als 40 Prozent von 4.384 auf 6.273 pro Woche (Stand 11. Juli) gestiegen. Immer mehr Menschen kämen zudem wegen schwerer Covid-Verläufe ins Krankenhaus. In einigen Ländern werden Sauerstoff und Intensivbetten knapp. Von der dritten Welle besonders stark betroffen seien Namibia, Südafrika, Tunesien, Uganda und Sambia. Als Gründe für diese dramatische Entwicklung führt die WHO ineffektive Maßnahmen sowie eine allgemeine „Müdigkeit“ in der Bevölkerung an, sich an Schutzmaßnahmen zu halten. Ein weiterer Grund für den starken Anstieg der Infektionen sei die wachsende Verbreitung von Virusvarianten, insbesondere der Delta-Variante. In Afrika seien noch immer weniger als zwei Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Sowohl das Redaktionsnetzwerk Deutschland als auch Zeit Online berichten über die Lieferung einer halben Million Impfstoffdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson nach Äthiopien. Insgesamt solle das Land innerhalb der nächsten zwei Wochen 1,2 Millionen Dosen von den USA erhalten.

 

2. Äthiopien: Umstrittener Nil-Staudamm aufgestaut

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, Deutschlandfunk und die Tageszeitung (Taz) berichten darüber, dass die zweite Auffüllstufe des neu errichteten Staudamms in Äthiopien erreicht wurde. Die nächste Etappe sei der Beginn der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk. Die 1,8 Kilometer lange und 145 Meter hohe Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre (GERD) soll mit 5000 Megawatt Jahresleistung eines der größten Wasserkraftwerke Afrikas werden und sei derzeit das wichtigste Infrastrukturprojekt Äthiopiens. Äthiopien habe eine rund 650 Kilometer lange Stromnetzleitung fertiggestellt, um den erzeugten Strom zu transportieren. Das Land plane, während der Regenzeit bis zu 18,4 Milliarden Kubikmeter Wasser zu speichern. Mit den Nil-Anrainerstaaten Ägypten und Sudan gebe es seit Jahren Streit um das Projekt. Sie fürchten um ihre eigene Wasserversorgung. Auf ein Abkommen, wie der Staudamm betrieben werden soll, haben sich die drei Länder bisher nicht einigen können.

 

3. Weltbank wirbt für “Global Skill”-Partnerschaften

Frank Specht thematisiert im Handelsblatt eine aktuelle neue Studie der Weltbank und des Center for Global Development (CGD) zum Fachkräfte-Pakt namens “Global-Skill”-Abkommen. Reiche Länder investieren dabei in die Ausbildung junger Fachkräfte in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese können wiederum dazu beitragen, um dem Fachkräftemangel zum Beispiel in Deutschland entgegenzuwirken – eine “Win-win-Situation”. In ihrer Studie sei unter anderem eine Partnerschaft zwischen Deutschland und Nigeria im Bausektor durchgespielt worden. Weitere Länder, die für eine Kooperation infrage kommen, seien Jordanien, Indonesien, Indien, Vietnam, Mexiko und Kolumbien. “Global Skill”-Partnerschaften können einen Ausweg aus der rückläufigen Nettozuwanderung der EU-Staaten darstellen. Zudem werde durch sie in den Aufbau eines globalen Talentpools investiert. Allerdings gebe es auch Bedenken: Kosten, Risiko und Zeit des Ansatzes können auf Arbeitgeber*innen entmutigend wirken. Außerdem sei die Zuständigkeit für Entwicklungspartnerschaften oft zwischen verschiedenen Ministerien verteilt. Verhandlungen gestalten sich oft schwierig und langwierig.  Zudem müsse verhindert werden, dass die Abwanderung die Fachkräftebasis im eigenen Land abbaue.

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