2. November 2021
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2. November 2021

100 Staaten wollen bis 2030 Entwaldung stoppen / Grüne Technologien: Plünderung statt Rettung des Planeten? / Entwicklungspolitik darf nicht an Bedeutung verlieren

1. 100 Staaten wollen bis 2030 Entwaldung stoppen

Bei der Klimakonferenz in Glasgow (COP26) beraten rund 200 Staaten, wie das in Paris beschlossene 1,5 Grad-Ziel noch erreicht und konkret umgesetzt werden kann. Darüber berichten ZDF.de, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, die Welt und die Frankfurter Rundschau. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe für einen weltweiten Preis auf den CO₂-Ausstoß geworben. Weiterhin haben sich mehr als 100 Staaten dazu verpflichtet, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis 2030 zu stoppen. Der UN-Chef Antonio Guterres sowie der britische Premierminister Boris Johnson mahnen jedoch, dass die von den Staaten versprochenen Anstrengungen nicht ausreichen. Stefan Parsch thematisiert dazu in der Welt die baldigen Folgen des Klimawandels auf die Ernteerträge. Laut einer neuen Studie des Nasa Goddard Institute for Space Studies werden Weizenerträge stärker steigen als bisher vermutet, während Maisernten künftig geringer ausfallen. Die kenianische Klima- und Technikredakteurin Zeynab Wandati thematisiert außerdem in einem Gastbeitrag im Spiegel die Folgen des Klimawandels für Afrika. Prognosen zufolge werde der Kontinent in den 2040er-Jahren alle Gletscher verloren haben. Weitere Auswirkungen wie vermehrte Dürren, Todesfälle und Malariaausbrüche seien bereits sichtbar.

 

2. Grüne Technologien: Plünderung statt Rettung des Planeten?

Jens Glüsing, Simon Hage, Alexander Jung, Nils Klawitter und Stefan Schultz thematisieren im Spiegel die Ausbeutung des globalen Südens für die Förderung von Rohstoffen für Windräder und Solarzellen. Rund 67 Tonnen Kupfer seien beispielsweise in einer mittelgroßen Offshore-Turbine enthalten. Um diese Menge zu gewinnen, werde Natur zerstört, Trinkwasserquellen verschmutzt und große Wassermengen verbraucht. Die Böden im armen Süden werden ausgebeutet, damit die Menschen im reichen Norden ökologisch scheinbar korrekt leben, so die Autor*innen. Der Ressourcenforscher Mathis Wackernagel mahne, man benutze die “Ressourcen der Zukunft”, um die Gegenwart zu bezahlen. Damit meine er den Konsum von täglich rund 90 Millionen Fässern Erdöl, den Landverbrauch für Gebäude, Straßen oder Ackerflächen und das Ausbeuten der Bodenschätze. Vielen Menschen sei die umweltbelastende Produktion von Rohstoffen, aus denen Klimatechnologien entstehen, nicht bewusst.

 

3. Entwicklungspolitik darf nicht an Bedeutung verlieren

André Zuschlag führt in der Tageszeitung (taz) ein Interview mit Stephan Exo-Kreischer, dem Direktor von ONE Deutschland, über die Bedeutung des Entwicklungsministeriums. Die Zusammenlegung des Entwicklungs- mit dem Außenministerium, wie von den Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger und Christoph Heusgen, gefordert, sei fatal. Beide Ministerien verfolgen unterschiedliche Aufgaben und Zielsetzungen, wodurch Konflikte entstehen. Es sei wichtig, dass diese Konflikte “zwischen Gleichrangigen ausgetragen” werden. Die Entwicklungspolitik würde als kleiner Teil eines Superministeriums dabei zu kurz kommen. Weiterhin sei es von Ischinger und Heusgen “weit hergeholt”, das Scheitern der Nato-Partner in Afghanistan dem Entwicklungsministerium anzulasten. Das Ministerium habe in den letzten Jahren einige Erfolge im Kampf gegen den Hunger und Armut verzeichnet und auch die Kinder- und Müttersterblichkeit sei gesunken.

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