2. Dezember 2021
Aktuelles

2. Dezember 2021

Enthüllt: Korruption im Kongo / Müller fordert Impfstoffproduktion “Made in Africa” / Merkels Afrikapolitik - eine Bilanz

1. Enthüllt: Korruption im Kongo

Konzerne aus China herrschen über Kupfer und Kobalt im Kongo. Dass während der Übernahme Millionen über eine Briefkastenfirma an Personen und Unternehmen im engen Umfeld von Ex-Staatschef Kabila geflossen sind, hat der Spiegel mit internationalen Partner im Projekt “Congo Hold-up” enthüllt. Dafür haben 100 Journalist*innen aus 18 Ländern über einen Zeitraum von neun Monaten 3,5 Millionen Dokumente ausgewertet. Die Hälfte der Kobalt- und mehr als zwei Drittel der Kupferproduktion im Kongo seien heute in chinesischer Hand, so die Schätzung des Arbeitgeberverbands des Landes. Beiden Metalle werden für die Produktion von Elektroautos benötigt. China habe 2008 mit der damaligen Regierung unter Präsident Joseph Kabila ein Abkommen geschlossen: Chinesische Staatskonzerne sollen die Infrastruktur im vom Krieg zerrütteten Land verbessern. Im Gegenzug bekommen sie Zugang zu Kongos Rohstoffen. Recherchen zeigen, dass zwischen 2013 und 2018 insgesamt 65 Millionen US-Dollar an die “Congo Construction Company” (CCC) flossen. Doch die Firma selbst betreibe keine Bauvorhaben – stattdessen sei ihr Zweck, das Geld an den Kabila-Clan weiterzuleiten. Der heutige Präsident Félix Tshisekedi habe eine Untersuchung des China-Deals eingeleitet.

2. Müller fordert Impfstoffproduktion “Made in Africa”

Wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Variante “Omikron” fordert der scheidende Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ein schnelleres Impftempo in Afrika. Das berichten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Tagesschau.de und die Deutsche Welle. Erst sieben Prozent der afrikanischen Bevölkerung seien vollständig geimpft. “Das ist viel zu wenig”, so Müller. Die Weltgemeinschaft müsse “alles daran setzen”, bis Ende dieses Jahres 40 Prozent der Menschen weltweit zu impfen. Wichtig seien dafür eigene Impfstoffproduktionskapazitäten in Afrika. Deutschland unterstütze Südafrika mit knapp 200 Millionen Euro an Krediten und Zuschüssen, um das Land am Kap zu einem Zentrum “für die Impfstoff-Produktion für das gesamte südliche Afrika auszubauen”.

3. Merkels Afrikapolitik – eine Bilanz

Martina Schwikowski thematisiert für die Deutsche Welle Angela Merkels Afrikapolitik. Die deutschen Investitionen in Afrika seien in den letzten Jahren unter ihrer Führung moderat gestiegen, so Minenhle Nene vom Südafrikanischen Institut für Internationale Angelegenheiten (SAIIA). Das sei hauptsächlich der Initiative “Compact with Africa” zu verdanken, die während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 ins Leben gerufen wurde. Gerrit Kurtz, Analyst des Global Public Policy Institute (GPPi), übt Kritik an der Initiative. Sie habe das Ziel, deutsche Privatinvestitionen in Afrika zu fördern, die aber kaum Arbeitsplätze in Afrika schaffen. Die deutsche Afrikapolitik habe auf sehr niedrigem Niveau begonnen. Im Gegensatz zu stärker etablierten internationalen Akteuren in Afrika wie Großbritannien, Frankreich oder den Vereinigten Staaten habe Deutschland die Chance, Partnerschaft mit Afrika tatsächlich ernst zu nehmen. Wenn das die Hinterlassenschaft von Merkels Afrikapolitik sei, “könnte das schon ein Erfolg sein”, so Kurtz

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge