19. Oktober 2021
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19. Oktober 2021

Dutzende Tote bei Angriff auf Markt in Nigeria / Südafrika lehnt Genehmigung für Sputnik-Impfstoff vorerst ab / Die Pandemie vergrößert globale Ungleichheiten

1. Dutzende Tote bei Angriff auf Markt in Nigeria

Im Nordwesten Nigerias haben Bewaffnete bei einem Angriff auf einen Markt mindestens 43 Menschen getötet. Darüber berichten Zeit Online, Stern.de und die Neue Zürcher Zeitung. Die Angreifer hatten wahllos in die Menschenmenge auf dem Markt von Goronyo im Bundesstaat Sokoto geschossen. Frühere Angriffe hatten vor allem in abgelegenen Gegenden stattgefunden. Die Gruppen seien im Nordwesten und Zentrum Nigerias seit Jahren aktiv. Sie hatten zuletzt auch immer wieder Hunderte Kinder entführt. Die meisten seien freigelassen worden, oft nach Zahlung eines Lösegelds. Viele werden immer noch festgehalten. Vor kurzem hatte die nigerianische Armee spezielle Militäroperationen in Auftrag gegeben, um die zunehmende Gewalt im Land unter Kontrolle zu bringen. Tausende Menschen in Nigeria und im Nachbarland Niger seien wegen der Gewalt auf der Flucht. Hilfsorganisationen befürchten, dass sich die Lage zu einer humanitären Krise ausweiten könnte.

 

2. Südafrika lehnt Genehmigung für Sputnik-Impfstoff vorerst ab

Tagesschau.de und ntv berichten, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen wird. Die medizinische Zulassungsbehörde Sahpra begründe ihre Entscheidung mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche Sputnik-Geimpfte und verweise auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Laut der Behörde habe das Unternehmen hinter Sputnik V die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bislang nicht dargelegt. Das russische Gamaleja-Institut, welches Sputnik V entwickelt hatte, habe angekündigt, entsprechende Informationen nachzuliefern. Die Bedenken von Sahpra seien “völlig unbegründet”. Südafrika sei das Land mit den meisten Corona-Infektionen in Afrika. Zudem leben dort weltweit die meisten HIV-positiven Menschen. Bislang sei nur rund ein Viertel der für eine Corona-Impfung infrage kommenden Bevölkerung vollständig geimpft. Grund dafür sei neben fehlendem Impfstoff auch die weit verbreitete Impf-Skepsis.

 

3. Die Pandemie vergrößert globale Ungleichheiten

Stefan Reinecke spricht in der Tageszeitung (taz) mit dem Wirtschaftshistoriker Adam Tooze über die Folgen der Corona-Pandemie für die globale Politik. Tooze bemängelt, dass die Europäische Union keine verlässliche Struktur der Finanz- und Geldpolitik habe. Ihr 750-Milliarden-Programm sei zu klein gewesen und zu spät gekommen. Die Corona-Pandemie habe die soziale Kluft noch vertieft. Die Vergrößerung bestehender Ungleichheiten betreffe Jobs, Klasse und Geschlechter. Auch global gesehen sei die Schere zwischen OECD-Staaten und “Ländern mit Favelas und informellen Sektoren” in Asien, Afrika und Lateinamerika extrem auseinander gegangen. Die Initiative zur Entschuldung der ärmsten Länder im Jahr 2020 sei nicht ausreichend gewesen. Von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte es “minimale Subventionen” gegeben. Die Entschuldung der G20 sei nur ein Aufschub gewesen, an dem sich die Weltbank nicht einmal beteiligt hatte. Die ärmeren Länder müssen die Zinsen, die sie jetzt nicht bezahlen, in Zukunft durch höhere Zinsen ausgleichen, so Tooze. Das veranschauliche, in welchem Ausmaß Marktmechanismen öffentliche Strukturen unterworfen haben.

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