19. März 2020
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19. März 2020

Afrika: Mehr Armut trotz Wirtschaftswachstum / Deutschland setzt Aufnahme Geflüchteter vorerst aus / Burkina Faso: Islamischer Staat setzt sich fest

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1. Afrika: Mehr Armut trotz Wirtschaftswachstum
Obwohl viele afrikanische Staaten in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten verzeichnen konnten, ist die Armut wieder gestiegen, wie die Deutsche Welle berichtet. Laut Weltbank-Ökonom Luc Christiaensen sei der Anteil an Menschen, die in Afrika in monetärer Armut leben, zurückgegangen. Dies sei vor allem dem Ausbau von Infrastruktur und ländlichen Raum, Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft und dem stetigen Wirtschaftswachstum der letzten Jahre zu verdanken. Im Gegensatz zu der relativen Zahl habe sich die absolute Zahl der in Armut lebenden Menschen wegen des schnellen Bevölkerungswachstums von 278 auf 413 Millionen erhöht. Eine Studie des panafrikanischen Forschungsinstituts Afrobarometer hat den Index der gelebten Armut (Lived Poverty Index LPI) errechnet. Um die gelebte Armut zu beurteilen, seien Menschen aus über 30 afrikanischen Ländern zur Versorgung ihrer Grundbedürfnisse befragt worden. Die Ergebnisse zeigen, dass die gelebte Armut zwischen 2014 bis 2018 erstmalig seit über zehn Jahren wieder leicht angestiegen sei, insbesondere in Südafrika, Niger und Uganda. Laut der Studie sei der jüngste Anstieg damit zu begründen, dass die Demokratisierung nicht weiter voranschreite. Die autoritären Regime vieler Staaten priorisieren nicht die Reduzierung der Armut im eigenen Land. Henry Ushie von der Entwicklungsorganisation Oxfam in Nigeria erklärt, dass das Paradox zwischen steigendem Wirtschaftswachstum und gleichzeitig steigender Armut auf die Ungleichheiten, die die Menschen erfahren, zurückzuführen sei. Nicht alle profitieren von dem Wirtschaftswachstum.

2. Deutschland setzt Aufnahme Geflüchteter vorerst aus
Wie unter anderem die Zeit Online, Spiegel, Welt Online, T-Online.de und die Deutsche Welle berichten, wird die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Geflüchteten mehr aufnehmen. Um die internationalen Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus einzuhalten, habe auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Geflüchtetenhilfswerk (UNHCR) offiziell alle Aufnahmeprogramme ausgesetzt. Die EU-Innenminister seien dennoch bemüht, minderjährige Geflüchtete vor den griechischen Inseln in mehreren EU-Staaten aufzunehmen. Entwicklungsminister Gerd Müller kündigte an, Entwicklungsländer im Kampf gegen Corona unterstützen zu wollen. Wie die Frankfurter Rundschau zudem berichtet, warnen Expert*innen vor der Ausbreitung des Virus in Aufnahmelagern mit mangelnden Hygienebedingungen.

3. Burkina Faso: Islamischer Staat setzt sich fest
In einer Recherche thematisiert Yassin Musharbash in der Zeit den noch immer anhalten Einfluss des Islamischen Staates (IS) in verschiedenen Ländern der Welt, unter anderem Burkina Faso. In dem westafrikanischen Staat seien die Dschihadisten seit mehreren Jahren aktiv. Allein 2019 seien mehr als 900 Menschen durch Terroristen ermordet worden. Dennoch sei in der internationalen öffentlichen Wahrnehmung von einem Rückgang des IS-Einfluss die Rede. Auch die Armut sei groß und die Klimawandelfolgen deutlich spürbar. Dennoch sei der Terror der Hauptgrund, warum derzeit rund 500.000 Menschen in Burkina Faso auf der Flucht seien. Das Nachbarland Mali werde seit 2012 in Teilen von der Terrorgruppe in Schach gehalten. In Burkina Faso weiten die Terroristen Einflussgebiet aus. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie Moscheen, Kirchen, Gerichte und Schulen seien bereits attackiert worden und mussten geschlossen worden. Die Strategie der Extremisten sei zunächst den ländlichen Raum zu kontrollieren und sich dann weiter auszubreiten. Eine Eindämmung des Terrorismus sei derzeit nicht in Sicht.

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