18. Juni 2019
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18. Juni 2019

Die Welt wächst langsamer / Selbstmordanschläge in Nigeria / Ethnischer Konflikt im Kongo

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1. Die Welt wächst langsamer

Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, Zeit Online, Sueddeutsche online  und Spiegel Online melden, dass die Weltbevölkerung langsamer wächst als zuvor angenommen. Dies gehe aus dem aktuellen UN-Bericht zur Entwicklung der Weltbevölkerung hervor. Im Jahr 2017 sei die UN noch von 11,2 Milliarden Menschen bis 2100 ausgegangen. Dies sei nun auf 10,9 Milliarden korrigiert worden. Ein Großteil des Wachstums werde sich auf die Länder Indien, Nigeria, Pakistan, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten, den USA sowie der Demokratischen Republik Konog verteilen.  Aktuell liege die Fertilitätsrate in Sub-Sahara Afrika mit 4,6 Kindern pro Frau deutlich höher als im globalen Durchschnitt, die im Vergleich zu 1990 von 3,2 auf 2,5 Kinder pro Frau gesunken sei. Dieser Trend werde sich weiter fortsetzen: Für das Jahr 2100 erwarte man eine weltweite Durchschnittsrate von 2,1. In afrikanischen Ländern werde die Bevölkerungszahl zunächst weiter deutlich steigen. Bereits im kommenden Jahr würden rund zwei Milliarden Unter-15-Jährige auf der Welt leben, davon ein Viertel in Afrika südlich der Sahara.  Bereits im Jahr 2050 werde sich die Zahl der in Afrika lebenden Menschen auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln. Bis 2100 werde die Zahl auf 4,3 Milliarden anwachsen. Renate Bähr, Geschäftsführerin der Entwicklungsorganisation Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), forderte vor allem eine bessere Aufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln für Mädchen in Entwicklungsländern.

2. Selbstmordanschläge in Nigeria 

Wie mehrere Medien, darunter Deutsche Welle, Zeit Online und Reuters berichten, wurden in Nigeria in der Stadt Maiduguri 30 Menschen bei Selbstmordanschlägen getötet. Die drei zeitgleich stattfindenden Anschläge seien während einer Live-Übertragung eines Fußballspiels verübt worden. Es wird vermutet, dass die islamistische Organisation Boko Haram hinter den Angriffen stecke.

3. Ethnischer Konflikt im Kongo

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass es im Kongo zu gewaltätigen Ausschreitungen zwischen verfeindeten Stämmen gekommen sei. Mehr als 160 Menschen seien dabei getötet worden. Wie taz online berichtet, komme es bereits seit April zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region. Beobachter*innen sehen vor allem das Regierungsbündnis als Ursache an. Der Ort Ituri, welcher bereits vor über zwanzig Jahren Kriegsschauplatz gewesen sei, entwickle sich abermals zu einem Krisengebiet. Wie der Präsident des zivilgesellschaftlichen Dachverbands in der Provinz berichtet, seien Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden. Das Gebiet sei abgeschnitten von der Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln. Mehr als 60.000 Menschen seien auf der Flucht vor dem Krieg zwischen Lendu- und Hema-Milizen.

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