18. Juli 2019
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18. Juli 2019

WHO: Internationaler Notstand wegen Ebola ausgerufen / Melinda Gates fordert besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen für Frauen / Einigung und erste Unterschriften im Sudan

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1. WHO: Internationaler Notstand wegen Ebola ausgerufen

Wie viele Medien, darunter die Tageszeitung (taz), die Deutsche Welle, Spiegel Online und die Tagesschau berichten, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Gesundheitsnotstand wegen Ebola erklärt. Damit folge die WHO der Empfehlung eines Expert*innenrats, der gestern in Genf zusammenkam. Es handele sich allerdings nicht um eine globale Bedrohung, so Robert Steffen, Vorsitzender des Ausschusses. Das Ausrufen des Notstands sorge dafür, dass schneller und verstärkt Maßnahmen ergriffen werden können, um die Ausbreitung von Ebola zu verhindern. So könnten Finanzmittel schneller abgerufen und medizinische Hilfskräfte zusätzlich ausgebildet werden. Auch betone die WHO, dass sie nicht davon ausgehe, dass sich die Krankheit über die Grenzen hinaus ausbreite. Grenzschließungen zu den Nachbarstaaten seien daher nicht notwendig. Schließungen könnten die Eindämmung der Krankheit nur erschweren, da Menschen dann die offiziellen Grenzübergänge mit medizinischem Personal meiden würden. Nach wie vor würden auch die Auseinandersetzungen von Rebellengruppen in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri den Kampf gegen Ebola behindern.

2. Melinda Gates fordert besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen für Frauen

Thomas Jahn interviewt im aktuellen Handelsblatt Melinda Gates und spricht mit ihr über digitales Geld und die Unterstützung von Frauen in Afrika. Anlässlich des G7-Finanzministertreffens in Chantilly stelle Melinda Gates einen neuen Report für Finanzinnovationen der Bill & Melinda Gates Stiftung vor. Gates habe auf ihren Reisen selbst erfahren, welchen Unterschied digitale Finanzangebote insbesondere für Frauen machen können. Das beste Beispiel sei die digitale Währung M-Pesa in Kenia. In entlegenen Gebieten können sich viele Menschen oft kein Bankkonto leisten, der Weg zur nächsten Bank sei zu weit und zu teuer, die Gebühren für ein Konto zu hoch. Anstatt das Geld Zuhause zu sammeln, könnten sie ihr Geld nun digital ansparen. Dies erleichtere gerade in Krisensituation den Zugang zu dem Geld. Afrika sei auf dem richtigen Weg, aber es müsse mehr tun, so Melinda Gates. Sie fordere 255 Millionen Dollar von Europa und den USA zur Unterstützung der Initiative. Frankreich habe bereits 25 Millionen Euro zugesagt. Auch Verhandlungen mit der deutschen Regierung wären bereits eingeleitet und werden auf dem G7 Finanzministertreffen besprochen. Besonders die Unterstützung von Frauen und deren Zugang zu digitalem Geld sei wichtig, so Gates. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fordert auch die namibische First Lady Monica Geingos Unterstützung für Bildung von Mädchen und Frauen in Afrika. Trotz rückläufiger HIV-Zahlen, seien junge Frauen und Mädchen nach wie vor überproportional von der Krankheit betroffen. Deshalb müsse dringend in Gesundheitssysteme investiert werden, denn Ungleichheit und schlechte Gesundheit seien nicht nur sexistisch, sondern hätten auch Einfluss auf die Wirtschaftsleistungen. Für Geingos spielt der Globale Fonds zur Erreichung des Ziels, HIV, Tuberkulose und Malaria bis 2030 zu beenden, eine entscheidende Rolle. Im Oktober werde der Globale Fond in Lyon seine nächste Finanzierungskonferenz abhalten.

3. Einigung und erste Unterschriften im Sudan

Unter anderem die Tagesschau, die Welt, der Tagesspiegel, die Deutsche Welle und Zeit Online berichten, dass die ersten Verträge zur Einigung im Sudan unterschrieben sind. Am Mittwochmorgen hätten sowohl der Militärrat als auch die Protestbewegung im Sudan ein Abkommen zur Bildung einer Übergangsregierung unterzeichnet. Diese Regierung solle drei Jahre und drei Monate im Amt bleiben und aus fünf Zivilist*innen sowie fünf Militärs bestehen. Zunächst soll ein Vertreter*in des Militärs 21 Monate regieren, anschließend 18 Monate ein*e Zivilist*in. Weitere Verhandlungen über die Machtverteilung in den Staatsorganen und verfassungsrechtliche Fragen sollen in den kommenden Tagen geklärt werden. Es sei ein historischer Augenblick, so Mohammed Hamdan Dagalo, Vizevorsitzender des Militärrats. Allerdings sei die Frage nach dem Abzug von Milizen aus Khartum nach wie nicht geklärt, dies könne für erneute Spannungen sorgen.

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