18. Januar 2021
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18. Januar 2021

Wahlen in Uganda: Sechste Amtszeit für Museveni / Corona-Impfungen in Afrika / Rückgang der Geburtenrate durch Bildung

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1. Wahlen in Uganda: Sechste Amtszeit für Museveni

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Welt, der Tagesspiegel, Tagesschau.de, Spiegel und Zeit Online, thematisieren den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Uganda sowie seine Folgen. Laut Wahlkommission ist Präsident Yoweri Museveni nach 35 Jahren an der Macht für eine weitere Amtszeit bestätigt worden. Die Anhänger des Oppositionskandidaten Bobi Wine (38) sprechen von Wahlbetrug und akzeptieren das Ergebnis nicht. Uganda habe in den vergangenen Jahren als Musterland gegolten, mit wenigen Konflikten und einem stabilen Wirtschaftswachstum. Insbesondere die junge Generation des Landes profitiere bisher kaum davon. Besonders in der Kritik steht der wiedergewählte Präsident zurzeit wegen seines grausamen Vorgehens gegen die Opposition. Anhänger*innen von Wine seien vor der Wahl systematisch behindert, verhaftet, gefoltert oder gleich erschossen worden. Nun habe die Regierung den Oppositionskandidaten in seinem Haus eingesperrt, lasse keinen herein und ihn nicht hinaus. Das Internet sei im ganzen Land abgestellt, genauso wie die Telefone von Bobi Wine. Kritik werde von der Opposition jetzt auch an Europa geübt, das zu den Repressionen des Regimes weitestgehend schweigt.

2. Corona-Impfungen in Afrika

In einem Videobeitrag berichtet ZDF heute, dass Südafrika sich 20 Millionen Corona-Impfdosen gesichert hat. Viele afrikanische Länder können sich das nicht leisten. Die Impfstoffinitiative COVAX, die unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen worden sei, habe sich daher zum Ziel gesetzt, so viele Impfdosen zu sichern, dass bis Ende 2021 mindestens 20 Prozent der Bevölkerung in den ärmsten Ländern gegen Corona geimpft werden können. Dafür benötige COVAX jedoch circa sieben Milliarden US-Dollar. Bisher stehen der Initiative nur lediglich zwei Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Das Prinzip hinter COVAX sei, dass reichere Länder einzahlen, damit ärmere Länder die Impfstoffe zu einem niedrigeren Preis erwerben können. Entwicklungsländer müssen dann noch immer rund drei US-Dollar pro Dosis zahlen. Doch auch das sei für viele Länder zu viel. “Damit ist unser gesamtes Budget aufgebraucht”, sagt der stellvertretende Gesundheitsminister von Liberia, Franics Kateh. 4,5 Millionen Menschen leben in Liberia. Im Juni erwarten sie die ersten 900.000 Dosen. Vielmehr können sie sich auch nicht leisten. Ohne COVAX werde in Liberia niemand geimpft, so Kateh.

3. Rückgang der Geburtenrate durch Bildung

Norbert Lossau behandelt in der Welt den Einfluss von Bildung auf die Bevölkerungsentwicklung in Afrika. Fast acht Milliarden Menschen leben auf der Erde. Jedes Jahr wächst die Zahl um 80 Millionen Menschen. Dieser Trend sei ohne mehr Investitionen in Schulen und die Ausbildung von Frauen nicht aufzuhalten, so Professor Wolfgang Lutz, Direktor des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital in Wien. Die höchste Geburtenrate haben die afrikanischen Länder Mali, Burkina Faso und Niger. Dort bekämen Frauen im Durchschnitt sieben Kinder. Wissenschaftler*innen sehen als Voraussetzung für eine rückläufige Geburtenrate vor allem die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln und eine bessere Schulbildung der Frauen. Ausgebildete Frauen hätten tendenziell größere Einkommensverluste durch das Kinderkriegen als Frauen mit weniger Bildung. Außerdem können Frauen durch größere Unabhängigkeit von ihrem Mann einen Wunsch nach weniger Kindern besser durchsetzen. Vor allem Gesundheitsbildung, wie das Wissen über verschiedene Möglichkeiten der Verhütung, sei von zentraler Bedeutung. In Kenia könne man den Zusammenhang zwischen Schulausbildung und Rückgang der Geburtenrate gut beobachten. Einst habe Kenia als das Land mit der höchsten Geburtenrate der Welt gegolten. Heute bekommen Frauen dort durchschnittlich 3,5 Kinder. Das liege daran, dass ein Schulsystem etabliert wurde, in dem alle Kinder mindestens eine vierjährige Grundschule besuchen.

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