17. November 2021
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17. November 2021

Uganda: Attentäter zünden Sprengsätze / “Deutsch-afrikanische Beziehungen können nicht warten” / Investitionen in Mahlzeiten rentieren sich

1. Uganda: Attentäter zünden Sprengsätze

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Tageszeitung (taz) berichten über drei Selbstmordattentäter, die gestern an zwei Plätzen in der Hauptstadt Kampala Sprengsätze zündeten. Die erste Explosion habe sich morgens in der Nähe der zentralen Polizeiwache in Kampala ereignet. Drei Minuten später haben zwei weitere als Motorradboten getarnte Attentäter die nächsten Sprengsätze in der Nähe des Parlaments gezündet. Dabei seien drei Menschen sowie die Angreifer ums Leben gekommen. Mittlerweile sei die Zahl der Todesopfer auf 13 gestiegen. Mehr als 80 mutmaßliche Extremisten seien festgenommen worden. Sieben weitere Terroristen, die sich der Festnahme widersetzt hatten, seien im Anschluss getötet worden, so Präsident Yoweri Museveni. Der Islamische Staat (IS) habe sich zu dem Anschlag bekannt. Laut der Polizei gehören die Täter den Islamist Allied Democratic Forces (ADF) an, einem IS-Ableger, der von der US-Regierung im März als Terrororganisation eingestuft worden sei.

 

2. “Deutsch-afrikanische Beziehungen können nicht warten”

Daniel Pelz thematisiert in der Deutsche Welle die Bedeutung des afrikanischen Kontinents für Deutschland. Die Bundesregierung habe unter Bundeskanzlerin Angela Merkel die Entwicklungszusammenarbeit deutlich ausgebaut. Mit dem “Compact with Africa” sollen die Investitionsbedingungen in zwölf afrikanischen Ländern verbessert werden. Kritiker*innen fordern allerdings eine grundlegende Reform der bisherigen Programme. Deutsche Investitionen in Afrika erfüllen bislang nicht die Erwartungen. Die Armut sei weiterhin groß. Die Hoffnung auf die Schaffung vieler Arbeitsplätze durch ausländische Investitionen sei enttäuscht worden. Manchen Medienberichten zufolge plane die Ampelkoalition, das Entwicklungsministerium (BMZ) aufzulösen. Entwicklungsorganisationen warnen vor diesem Szenario. Olumide Abimbola, Direktor der afrikapolitischen Denkfabrik APRI, befürchte, die Entwicklungszusammenarbeit könne dadurch ins Stocken geraten. Für afrikanische Regierungen sei außerdem relevant, wie sich die neue Bundesregierung beim Einwanderungsthema positionieren wird. Deutsche Prioritäten passen bisher nicht ausreichend zu denen der afrikanischen Partnerländer. Konkrete Pläne, wie das Leid an den europäischen Außengrenzen beendet werden soll, gebe es bisher noch nicht.

 

3. Investitionen in Mahlzeiten rentieren sich

Flora Hallmann berichtet im Hamburger Abendblatt über die weltweite Zunahme des Hungers durch die Corona-Pandemie. Die Zahl der hungerleidenden Menschen sei um 130 Millionen gestiegen. Deutschland beteilige sich nun an einer neuen globalen Koalition, die bis 2030 allen Kindern Schulmahlzeiten zur Verfügung stellen will. Das koste etwa 4,7 Milliarden US-Dollar. Das Geld stamme vorrangig aus den betroffenen Ländern selbst, der Rest soll durch Spenden finanziert werden. Insgesamt seien über 60 Länder an der Koalition beteiligt. Aktuell können 200 Millionen Kinder in 37 Ländern nicht zur Schule gehen und verlieren dadurch die einzige Mahlzeit, die sie am Tag haben, mahne Entwicklungsminister Gerd Müller. Durch die Pandemie sei eine neue Dringlichkeit für die Koalition entstanden. Momentan herrsche die größte Bildungskrise seit einem Jahrhundert. Laut Carmen Burbano vom Welternährungsprogramm (WFP) seien Schulmahlzeiten der größte Anreiz, um Kinder zurück in die Schulen zu holen.

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