17. November 2020
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17. November 2020

Corona-Pandemie in Afrika verläuft milder als erwartet / Westsahara: Waffenruhe mit Marokko aufgehoben / Kanarische Inseln neuer EU-Migrations-Hotspot

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1. Corona-Pandemie in Afrika verläuft milder als erwartet
In der Welt stellt der Afrika-Korrespondent Christian Putsch einige Thesen zum milden Verlauf der Corona-Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent auf, um die verhältnismäßig geringen Fallzahlen des Kontinents zu erklären. So sei die Dunkelziffer weit höher als vermutet, da beispielsweise bei Bluttests rund 40% der Schwangeren und HIV-positiven Menschen in Johannesburg und Kapstadt bereits Antikörper hätten, was im Vergleich in England nur bei 4,4 % der Proben der Fall sei. Dies könne daher für eine gewisse Herdenimmunität sprechen. Zudem weise der afrikanische Kontinent eine vergleichsweise junge Altersstruktur auf. Die meisten Betroffenen von Covid-19 seien unter 60 und verzeichneten geringe Verläufe. Außerdem werde vermutet, dass bereits zirkulierte Coronaviren zu einer frühen Herdenimmunität in vielen afrikanischen Ländern beigetragen habe sowie der hohe Vitamin-D-Haushalt einen Einfluss auf mildere Krankheitsverläufe von Covid-19 habe. Allerdings treibe die Corona-Pandemie viele afrikanische Länder in das wirtschaftliche Aus – wie kürzlich Sambia – und dränge zudem Millionen Menschen in die extreme Armut.

2. Westsahara: Waffenruhe mit Marokko aufgehoben
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (TAZ) und Telepolis melden, hat die Westsahara den seit 29 Jahren andauernden Waffenstillstand mit Marokko für beendet erklärt. Nachdem die westsaharanische Befreiungsfront Polisario eine Transitstraße zwischen Marokko und Mauretanien blockiert hätte, habe Marokko die Straße unter Schusswechsel wieder eingenommen. Die Blockade der Straße unweit Guerguerats sei ein Protest gegen das jahrzehntelange Stillschweigen der internationalen Gemeinschaft gewesen, die bereits zu Beginn der 90er-Jahre eine Wahl bezüglich des Status der Westsahara hätte vorantreiben sollen. Die ehemalige spanische Kolonie sei nach Spaniens Rückzug 1975 und einem Friedensschluss mit Mauretanien von Marokko annektiert worden und bis heute von Marokko besetzt. Völkerrechtlich gelte Westsahara noch immer nicht als entkolonialisiert. Polisario, die von Algerien unterstützt werden, werde nun „den bewaffneten Kampf zur Verteidigung der legitimen Rechte unseres Volkes“ aufnehmen, so Brahim Ghali, Vorsitzender der Polisario. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sei „zutiefst besorgt angesichts der möglichen Konsequenzen“. Aus Sicht des Vertreters der Polisario in Madrid, Abdulah Arbi, sei die UN hinsichtlich Westsahara gescheitert: die Minurso-Mission habe lediglich den Status quo erhalten und dafür gesorgt, dass die Westsahara weiterhin von Marokko ausgebeutet werden konnte. Der erneute Ausbruch bewaffneter Kämpfe in und um die Westsahara könne nun die gesamte Region destabilisieren.

3. Kanarische Inseln neuer EU-Migrations-Hotspot
Tim Röhn und Matthis Kattnig berichten in der Welt am Sonntag, dass sich die kanarischen Inseln mittlerweile als neue Fluchtroute für Migrant*innen etabliert habe. Laut ihrem Bericht seien am vergangenen Wochenende 2.000 Migrant*innen aus diversen afrikanischen Ländern in Holzbooten auf den kanarischen Inseln angekommen. Die Deutsche Presseagentur (dpa) meldete dagegen die Ankunft von 1275 Migrant*innen am Wochenende. Insgesamt hätten alleine dieses Jahr mehr als 14.000 Menschen auf der Flucht die Inseln erreicht. Unklarheit bestehe über die Zahl der Toten. Obwohl die Route eine der gefährlichsten aller Routen zu sein scheine, sähen sich tausende Menschen dazu gezwungen, diese auf sich zu nehmen. Alle anderen Schlupflöcher in die EU werden mit zunehmender Aggression gestopft. Große Teile der Bevölkerung der Kanaren sei den ankommenden Menschen mit Fluchterfahrung gegenüber immer negativer gestimmt.

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