17. März 2020
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17. März 2020

Kulturförderung in Afrika / Gasexplosion in Nigeria / Repression in Niger

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1. Kulturförderung in Afrika
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Patrick Gaspard, Präsident der Open Society Foundations, warum seine Stiftung Initiativen zur Rückgabe kolonialer Objekte finanziert. Es gehe dabei nicht nur um den eigentlichen Besitz bestimmter Objekte, sondern auch um die gerechtere Verteilung von Wohlstand sowie darum, die Objekte dorthin zu bringen, „wo das spirituelle und gesellschaftliche Leben ist“. Die Stiftung wolle lokale Akteur*innen stärken und ein Netzwerk aus Künstler*innen und Aktivist*innen bilden, erklärt Gaspard. Forschungsprojekte und Konferenzen seien ebenso Teil des Engagements. Konkret wolle man so Museen in Afrika fördern und dort eine Nachwuchsgeneration im Kulturbereich ausbilden. Schwerpunkt der Investitionen werden die westafrikanischen Staaten Benin, Nigeria und Senegal sein. Gaspard sehe das Engagement von deutschen Akteuren wie dem Goethe-Institut oder dem Auswärtigen Amt mitunter kritisch. Zu oft werde sich nur auf angeblich mangelnde Infrastruktur oder Kompetenz seitens afrikanischer Museen fokussiert. Er betont, dass gerade in Deutschland Artefakte jahrelang inadäquat gelagert und behandelt worden seien. Gaspards betont, dass seine Stiftung bewusst keine Museen nach europäischen Vorbild bauen, sondern individuell für jedes Objekt den passenden Ort finden wolle. Dabei sei es im Ermessen der entsprechenden afrikanischen Expert*innen und der Gemeinschaft zu entscheiden, wo dieser Ort sei. In der politischen Debatte gehe es darum, ein Bewusstsein für das passierte Unrecht zu schaffen, damit koloniale Ansätze nicht einfach weiter reproduziert werden.

2. Gasexplosion in Nigeria
Wie Zeit Online, die Berliner Morgenpost und der österreichische Standard berichten sind bei einer Gasexplosion im nigerianischen Lagos mindestens 17 Menschen getötet worden. Weitere 25 Menschen seien verletzt. Etwa 50 Häuser seien zerstört worden, darunter eine Schule und ein Schlafsaal einer Mädchenschule. Die Explosion habe einen Großbrand ausgelöst. Ursache sei ein LKW-Unfall in einer Gasverarbeitungsanlage gewesen, wodurch auch eine Pipeline beschädigt worden sei. Unfälle wie diese seien keine Seltenheit in Nigeria, da immer wieder LKWs auf den schlecht ausgebauten Straßen verunglücken.

3. Repression in Niger
In der Tageszeitung (taz) thematisiert Christian Jakob die Repressionen der nigrischen Regierug gegen ihre Bevölkung. Bei Demonstrationen gegen die Korruption der Regierung seien die örtlichen Sicherheitskräfte hart gegen Oppositionelle vorgegangen. Dabei seien vier Menschen verbrannt, so der Präsident der Händlergewerkschaft von Niamey, Sani Chekraou. Bei internen Untersuchungen des Verteidigungsministerium sei herausgekommen, dass Mittel von bis zu bis 2,6 Milliarden Euro veruntreut worden seien – bei einem jährlichen Gesamthaushalt von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. Seitens der Armee seien Waffenkäufe angegeben worden, die nie stattgefunden haben. Viele vermuten zudem, dass Präsident Mahamadou Issoufou ebenfalls in diese Korruption verwickelt ist. Die Tatsache, dass die Regierung den Bericht nicht veröffentlichen wolle, verstärke für viele diesen Verdacht. Als Grund für die Nicht-Veröffentlichung werde seitens Regierung auch auf die Gefahren des Corona-Virus verwiesen, was die Opposition erzürne. Weder sei bisher ein Coronafall im Land bekannt noch seien bisher Einschränkungen bei anderen Veranstaltungen vorgenommen worden.  Gleichzeitig sitze der Journalist Mamane Kaka Touda wegen „Verbreitung von Informationen, die zur Störung der öffentlichen Ordnung führen“ im Gefängnis. Er habe zuvor über einen Coronaverdachtsfall berichtet und auch darüber, dass sich der Verdacht nicht bestätigt habe.

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