17. Juni 2019
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17. Juni 2019

Kommt das Plastikmüllexportverbot? / Ebola: Kein Notstand, keine Entwarnung / Al-Bashir vor Gericht

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1. Kommt das Plastikmüllexportverbot?
Wie die Bild am Sonntag berichtet, verlangt Entwicklungsminister Gerd Müller die Plastikmüllexporte aus Europa in Entwicklungsländer zu verbieten. Die Wiederverwertungsrate des Mülles in Entwicklungsländern liege bei nur etwa vier Prozent. Bliebe der Müll in Europa, hätte dies einen positiven Effekt auf das Klima, so Müller. Klimawandel, Armut und Dürre sind stärker werdende Fluchtgründe in Entwicklungsländern, so Christina Molke in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau. Bereits jetzt leide der globale Süden stark unter den Folgen des Klimawandels. Vor allem die Region Ostafrika und die Sahelzone seien von Dürre und ausbleibende Regefällen betroffen. Auch die Bundesregierung versuche durch Unterstützung von erneuerbaren Energien in Entwicklungsländer dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

2. Ebola: Kein Notstand, keine Entwarnung 
Unter anderem der Deutschlandfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Zeit Online berichten, dass der Ebola Ausbruch der vor zehn Monaten in der Demokratischen Republik Kongo stattfand, nun auch das Nachbarland Uganda erreicht hat. Aktuell sehe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch keinen Anlass, dies als internationalen Notstand zu deklarieren. Auch wenn das Risiko für eine Verbreitung über die Grenzen hinaus hoch bleibe, seien die Kriterien für einen Notstand noch nicht erfüllt, erklärte ein Expertenkomitee der WHO. Nicht nur Uganda, auch Tansania bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch vor, wie Welt Online und Zeit Online berichten. Über 1400 Menschen seien bereits während der Epidemie im Kongo gestorben.

3. Al-Bashir vor Gericht
Wie der Deutschlandfunk, der ORF und das SRF melden, ist der vor zwei Monaten gestürzte Langzeitpräsident Sudans, Omar al-Bashir, der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Ihm werde Korruption, Geldwäsche sowie der Besitz ausländischer Währungen vorgeworfen. Nach monatelangen Massenprotesten habe das sudanesische Militär den ehemaligen Machthaber am 11. April festgenommen und auf seinem Anwesen Bargeld in Höhe von rund 100 Millionen Euro gefunden. Bereits im Mai sei al-Bashir der Anstiftung zum Mord an Demonstierenden verurteilt worden. Seit seiner Absetzung regiere ein Militärrat bis zu einer möglichen Wahl das Land. Zwischen dem Militär und Demonstrierenden gebe es Spannungen und Verhandlungen um eine mögliche Übergangsregierung.

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