17. Januar 2020
Top-Themen

17. Januar 2020

Showdown im Kongo / Mali: UN-Friedensmisssion wird nicht verkleinert / Krimi in Lesotho

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Showdown im Kongo
In der Tageszeitung (taz) beleuchtet Simone Schlindwein eine Militäroffensive der Demokratischen Republik Kongo gegen die Rebell*innen der Allied Democratic Forces (ADF) im Osten des Landes. Die Operation habe bereits im Dezember 2014 begonnen. Seitdem habe es Berichte darüber gegeben, dass ADF-Kämpfer*innen in der Region um die Stadt Beni Massaker verüben. In dem Konflikt seien rund 1.600 Zivilist*innen und Soldat*innen ums Leben gekommen. Die lokale Bevölkerung fühle sich nicht von der Armee geschützt und werfe ihr vor, sogar Geschäfte mit der ADF zu betreiben. Angeführt werde die ADF seit einigen Jahren von dem Ugander Musa Baluku, der die Rebellengruppe internationaler und islamistisch ausgerichtet habe. Trotz anderweitiger Bekundungen des sogenannten Islamischen Staats (IS) könne laut UN-Expert*innen keine direkte Verbindung zwischen der ADF und dem IS bestätigt werden. Die Angst vor einer Ausbreitung des Islamismus beschere Kongos President Félix Tshisekedi internationale Unterstützung, sowohl von Russland als auch den USA, Frankreich und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien. Der Armeesprecher General Leon Kasonga sei zuversichtlich, die ADF mit der jetzigen Offensive „auszulöschen“.

2. Mali: UN-Friedensmisssion wird nicht verkleinert
Wie die Rheinische Post meldet, sind die USA im UN-Sicherheitsrat mit dem Vorschlag abgeblitzt, die 16.000 Mann starke UN-Mission Minusma in Mali zu verkleinern. Als Gründe für eine Verkleinerung führten die USA an, dass das Friedensbkomen von 2015 nicht eingehalten werde und sich die Sicherheits- und Versorgungslage im Land verschlechtere. Die Truppen solle sich auf dicht besiedelte Regionen konzentrieren. Gleichzeitig sollen durch die Verkleinerung frei werdende Mittel anderweitig verwenden werden. Insbesondere Frankreich und Russland haben sich jedoch für ein Fortbestehen der bisherigen Truppengröße stark gemacht. Jean-Pierre Lacroix, Leiter der UN-Friedensmission, habe sich sogar für eine Erweiterung des Mission ausgesprochen.

3. Krimi in Lesotho
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine sowie n-tv.de berichten, beschäftigt sich das südafrikanische Land Lesotho mit einem spektakulärem Mordfall. Maesiah Thabane, die Gattin von Premierminister Tom Thabane sei untergetaucht. Gegen die 42-jährige liege ein Haftbefehl vor. Sie werde verdächtigt, an der Ermordung der ehemaligen Gattin des Premierminister beteilgt gewesen zu sein. Der Mord soll sich zwei Tage vor der Vereidigung Tom Thabanes und ein Jahr vor der Hochzeit mit Maesiah Thabane ereignet haben. Thabanes Sprecher Relebohile Moyeye, der auch verdächtigt werde, sei ebenfalls untergetaucht. Das Hohe Gericht des Landes habe bereits einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls abgelehnt. Die Opposition fordere den Rücktritt des 80-jährigen Premiers, der ebenfalls in dem Fall verstrickt sein könne und dem vorgeworden werde, sich von seiner Frau die Regierungsgeschäfte „diktieren“ zu lassen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

Ähnliche Beiträge