17. August 2021
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17. August 2021

Deutschlands überschüssige Impfdosen  / Green Deal für Afrika / Brain-Drain in Subsahara-Afrika

1. Deutschlands überschüssige Impfdosen 

Die Bundesregierung unterstützt die internationale Impfstoff-Initiative Covax mit weiteren zwei Millionen Dosen Impfstoff des Herstellers AstraZeneca, wie die Süddeutsche Zeitung bereits gestern meldete. Seit Anfang August habe Deutschland damit insgesamt fast 3,7 Millionen Impfstoffdosen an Covax gespendet und sei der drittgrößte Geldgeber der Initiative. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland thematisiert ferner die ungleiche Impfstoffverteilung in der Welt. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen begrüße die Impfstoffspenden Deutschlands, kritisiere aber die späte Entscheidung des Gesundheitsministeriums. In einigen Ländern seien nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung durchgeimpft. Deswegen müsse jede logistische Möglichkeit ausgeschöpft werden, um die hier nicht benötigten Impfstoffe an ärmere Länder weiterzugeben, so Ulrich Weigeldt, Präsident des Deutschen Hausärzteverbands. Auch Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärzteverbunds, betonte, der Kampf gegen Corona sei ein “globaler Krieg”. Es sei auch im eigenen Interesse, die Immunitätslage in anderen Regionen der Welt zu verbessern.

 

2. Green Deal für Afrika

Hendrik Kafsack berichtet in der Frankfurter Allgemeine Zeitung über den “Green Deal für Afrika” der Europäischen Kommission. Mit der Initiative wolle die EU sicherstellen, dass ihre Klimaschutzbemühungen nicht durch ungebremsten CO2-Ausstoß in Afrika zunichte gemacht werden. Um die 600 Millionen Menschen ohne Zugang zu Elektrizität in Afrika mit Strom auf Basis von Kohle zu versorgen, könnten Hunderte Kohlekraftwerke gebaut werden. Der “Green Deal” soll stattdessen Investitionen in erneuerbare Energien fördern und Menschen und Unternehmen Zugang zu bezahlbarer Energie verschaffen. Energiesysteme sollen neu ausgerichtet werden und stärker auf Wettbewerb setzen. Dafür habe die EU für den Zeitraum bis 2027 knapp 80 Milliarden Euro vorgesehen. Die Politik in Afrika stehe dem Deal allerdings skeptisch gegenüber. Sie fühle sich nicht genug eingebunden und sehe laut dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell darin einen “versteckten Protektionismus”.

 

3. Brain-Drain in Subsahara-Afrika

Annika Brohm thematisiert in der Frankfurter Allgemeine Zeitung die Abwanderung von Hochschulabsolvent*innen aus Subsahara-Afrika in westliche Industrieländer, den sogenannten „Brain-Drain“. Hochqualifizierte Kräfte verlassen ihre Heimat, weil im Ausland höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen auf sie warten. So entstehe ein Teufelskreis: Je mehr Menschen abwandern, desto geringer das Niveau und der Fortschritt im Herkunftsland, etwa in der Wissenschaft. Je geringer der Fortschritt, desto mehr Menschen kehren ihrer Heimat den Rücken zu. Die Lücken in der akademischen Landschaft Subsahara-Afrikas seien groß. Im weltweiten Durchschnitt kommen laut Weltbank rund 1.400 Wissenschaftler*innen auf eine Million Einwohner*innen. In Simbabwe betrage das Verhältnis dagegen nur 100 zu einer Million. In der von der Bosch-Stiftung beauftragten Studie „The Next Generation of African Scientists” aus dem Jahr 2018 nannte eine deutliche Mehrheit der befragten Wissenschaftler*innen aus 50 afrikanischen Ländern fehlende Fördermittel für die Forschung als das größte Karrierehindernis.

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