16. März 2020
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16. März 2020

Corona: Afrika bisher robust / Südsudan: Einheitsregierung steht / Entführte in Mali freigelassen

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1. Corona: Afrika bisher robust
Der afrikanische Kontinent scheint derzeit deutlich weniger stark vom Covid-19-Virus betroffen zu sein als Europa, wie unter anderem der Tagesspiegel und zdf.de berichten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei besorgt darüber, sollte sich das neuartige Corona-Virus in Afrika ausbreiten. Die örtlichen Gesundheitssysteme wären schnell überlastet. Es seien zwar mittlerweile auch 18 afrikanische Staaten betroffen, insgesamt halte sich die Ausbreitung aber noch in Grenzen. Bisher seien etwa 300 Infizierte gemeldet, davon nur 111 in Subsahara-Afrika. Ein Großteil der Fälle betreffe Reisende aus Europa, die sich auch dort angesteckt haben. Es bestehen Bedenken, dass die geringen Fallzahlen auf mangelnde Tests zurückzuführen seien. Ngoy Nsenga, Teamleiter der Notfallsektion für Ost- und Südafrika bei der WHO, bestätigt allerdings, dass die Gesundheitsüberwachung in Afrika funktioniere. Hauptgrund für die gemäßigte Lage seien die geringeren internationalen Verkehrsströme in vielen afrikanischen Staaten. Nur jede*r zwanzigste Interkontinental-Reisende fliege nach Afrika. Dominic Johnson betont in der tageszeitung (taz), dass die afrikanischen Regierungen drastischere Maßnahmen als die europäischen ergreifen. Bereits nach einem bestätigten Corona-Fall gebe es strenge Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Auch Staaten, die noch keine Fälle vorweisen, pausieren ihren Flugverkehr nach Europa. Dahinter stehe mitunter die Angst, dass das Virus bei den schwächeren Gesundheitssystemen mehr Schaden anrichten könne. Bisher zeige sich Afrika allerdings gut aufgestellt. Es seien die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen mit anderen Krankheiten gezogen worden. Wichtig sei, dass die internationale Gemeinschaft nicht nur in Krisen mehr Unterstützung zusichere, sondern die Gesundheitssysteme langfristig gestärkt werden. Masern und Cholera seien nach wie vor sehr weit verbreitet.

2. Südsudan: Einheitsregierung steht
Wie in den Friedensvereinbarungen vorgesehen, stellte Südsudands Präsident Salva Kiir in der Hauptstadt Juba die neue Übergangsregierung vor, wie zdf.de und deutschlandfunk.de melden. Sie bestehe aus Vertreter*innen der bisherigen Regierung und der Opposition. Insgesamt bestehe das neue Kabinett aus 34 Mitgliedern. Die Einheitsregierung sei zentral für den Friedensprozess. Der Südsudan sei seit 2011 unabhängig vom Sudan. Zuvor herrschten über Jahrzehnte schwere Konflikte zwischen den Nachbarländern. Etwa 2,2 Millionen Menschen seien vor den Kämpfen in die Nachbarländer geflohen. Weitere zwei Millionen seien innerhalb des Landes auf der Flucht. Die Vereinten Nationen fordern 1,3 Milliarden US-Dollar von der internationalen Weltgemeinschaft, um die Lage im Südsudan zu stabilisieren.

3. Entführte in Mali freigelassen
Zdf.de, die Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse und taz.de melden die Freilassung von zwei Geiseln in Mali. Die Kanadierin Édith Blais und ihr Freund Luca Tacchetto aus Italien haben sich zuvor 15 Monate in Gefangenschaft befunden. Als unbestätigt gelte noch die Information, dass die Entführer*innen eine islamistische Gruppe gewesen sei. Nach Angaben der UN-Mission in Mali (MINUSMA) sei das Paar am Freitag von Blauhelmsoldat*innen gefunden worden. Über die Umstände sei nichts Weiteres bekannt. Die Entführten seien in gutem gesundheitlichen Zustand. Im Dezember 2018 seien sie im Südwesten von Burkina Faso verschwunden, nahe der Stadt Boho-Dioulasso. Sie wollten zunächst in die Hauptstadt Ouagadougou und dann nach Togo fahren, um an einem Hilfsprojekt zu arbeiten. Das Gebiet gelte als ein typisches Angriffsgebiet islamistischer Terrorgruppen. Entgegen gängiger Annahmen machen Ausländer*innen nur etwa sieben Prozent der Entführten in der Region aus. Betroffen seien vor allem Einheimische.

 

 

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