15. Oktober 2019

15. Oktober 2019

Wirtschaftsnobelpreis für Kampf gegen Armut / Mosambik: Faire Wahlen? / Frauen in ländlichen Gebieten

1. Wirtschaftsnobelpreis für Kampf gegen Armut

Wie viele Medien berichten, darunter die Tagesschau, n-tv, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, Zeit online, die Welt, Spiegel Online, die Tageszeitung (taz) die Deutsche Welle und der Tagesspiegel wurde der Wirtschaftsnobelpreis an drei Forscher*innen vergeben, die sich mit der Bekämpfung von globaler Armut auseinandersetzen. Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Micheal Kremer hätten maßgeblich dazu beigetragen, innerhalb von zwei Jahrzehnten das Forschungsfeld der Entwicklungsökonomie prominenter zu machen und weiterzuentwickeln. Ihre Forschung beruhe auf Feldexperimenten. Diese würden präzise Ansätze identifizieren, um effektiv gegen Armut zu kämpfen. Ohne zu wissen, wie die Lebensumstände und Denkweisen der Menschen seien, die am stärksten von Armut betroffen sind, könne man auch nicht effektiv gegen ebendiese Armut vorgehen, so das Credo der drei Wissenschaftlicher*innen. Die Themen der Forscher*innen seien vielschichtig, von der Erforschung des Zugangs zu Medikamenten und den Einfluss auf die schulische Leistung von Kindern bis hin zu Mikrokrediten für Kleinbauern und Bäuerinnen. Mit der Ökonomin Esther Duflo sei erst die zweite Frau mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden. Zudem sei sie zeitgleich auch die jüngste Person, der jemals der Preis verliehen wurde.

2. Mosambik: Faire Wahlen?

In Mosambik finden am heutigen Dienstag Wahlen statt, die ersten seit dem Friedensabkommen zwischen der Regierungspartei und der Opposition. Dies melden unter anderem das ZDF, Spiegel Online, die Welt, die Frankfurter Rundschau, der Stern und der Deutschlandfunk. Für das Land und die Zukunft des Friedens seien die Wahlen sehr wichtig. Dennoch seien bereits die Wahlvorbereitungen von Gewalt überschattet worden. So sei wenige Tage vor der Abstimmung ein Wahlbeobachter im südlichen Mosambik getötet worden. Neben der Abstimmung über einen neuen Präsidenten werde auch über das nationale Parlament sowie kommunale Parlamente und Provinzgouverneure abgestimmt. Neben den Konflikten der Regierungspartei Frelimo und der ehemaligen Rebellengruppe und jetzigen Opposition Renamo sei das Land in diesem Jahr auch von zwei Zyklonen heimgesucht worden. Dies sorge dafür, dass viele Menschen nun auf Überlebenshilfe angewiesen seien. Im Moment fehlen für den Wiederaufbau die nötigen Mittel, das Land sei hoch verschuldet. Neben den beiden großen Parteien stehen rund 26 weitere zur Wahl. Die Lage rund um die Wahlen sei angespannt, auch wegen möglicher Manipulationen.

3. Frauen in ländlichen Gebieten

Helle Jeppesen schreibt in der Deutschen Welle über die Benachteiligung von Frauen in ländlichen Gebieten und deren höheres Risiko, in extreme Armut abzurutschen. Viele der Menschen, die von extremer Armut betroffen seien, würden auf dem Land leben. Frauen seien hier besonders benachteiligt: Sie haben einen schlechteren Zugang zu Bildung und Krediten und sehen sich auch mit Benachteiligungen bei Landrechten konfrontiert. Viele Frauen arbeiten in kleinbäuerlicher Produktion, in Südasien und Subsahara-Afrika sei jede zweite Person in der Landwirtschaft eine Frau, so Fraser Patterson von der Deutschen Welthungerhilfe. Die Hauptursachen für den ansteigenden weltweiten Hunger seien vor allem bewaffnete Konflikte und der Klimawandel, so Patterson. Auch hier treffe es insbesondere die Frauen hart. In Kriegen und auf der Flucht werden sie häufig Opfer von Gewalt und auf dem Land treffen sie die zunehmenden Dürren und die Folgen des Klimawandels besonders, da sie rund fünfzig Prozent der Landbevölkerung ausmachen. Eine Lösung hierfür sieht Patterson in der Stärkung von Frauen. Haben diese den gleichen Zugang zu Landrechten, Darlehen, Märkten und Bildung wie Männer, steige die Produktion um 20 bis 30 Prozent, so Patterson. Darüber hinaus seien laut dem UNICEF-Bericht ‚Bericht zur Situation der Kinder in der Welt‘ weltweit 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt wie die Tagesschau, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Deutschlandfunk und die Berliner Morgenpost melden. Betroffen seien hier vor allem Indien in Südasien und in Subsahara-Afrika die Demokratische Republik Kongo. Auch fehle es fast jedem zweiten Kleinkind an nötigen Vitaminen und Nährstoffen, dies treffe insbesondere auf Ostafrika, das mittlere Afrika sowie Zentral- und Südasien zu.

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