15. Januar 2021
Top-Themen

15. Januar 2021

Tigray: Humanitäre Lage in Nordäthiopien spitzt sich zu / Digitale Innovationen in Afrika während der Corona-Pandemie / WHO Kritik: 95 Prozent der Impfungen in zehn Ländern

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Tigray: Humanitäre Lage im Norden Äthiopiens spitzt sich zu 


Wie mehrere Medien, darunter die 
Deutsche Welleder Standard und die Tageszeitung (TAZ), berichten, verschlechtert sich die humanitäre Lage der Schutzsuchenden in der äthiopischen Region Tigray immer weiter. Krankenhäuser seien in den vergangenen zwei Monaten bei Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und der Tigray-Volksbefreiungsfront (TPLF) geplündert oder zerstört worden. Das Gesundheitswesen sei zusammengebrochen, Medikamente seien knapp. Die Vereinten Nationen (UN) befürchten einen massiven Anstieg der Übertragungen des Coronavirus. Dies könne die Situation weiter verschärfen. Auch nach dem offiziellen Ende des Militäreinsatzes der Regierung in der Region Tigray sei die Gefahr eines Übergreifens des Konflikts auf andere Landesteile hoch. Die Angst der Regierung, dass Rebellen fliehen oder sich unter Vertriebene mischen könnten, sei der Grund für die strikten Kontrollen der Grenzen Tigrays durch das äthiopische Militär, laut Politikwissenschafter Belachew Gebrewold. Dadurch werde auch der Zugang für humanitäre Hilfe eingeschränkt. Die UN fordern von der äthiopischen Regierung ungehinderten Zugang zu der gesamten Region. Nach UN-Angaben brauchen 2,3 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe. In einem Interview mit der TAZ berichtet Chris Melzer vom UN-Geflüchtetenhilfswerk (UNHCR), dass „die Menschen wochenlang von jeder Versorgung abgeschnitten waren. Sie hatten weder Lebensmittel noch sauberes Wasser oder Medikamente.“ Über die Lage der Menschen nördlich des Flusses könne er keine Angaben machen. Das UNHCR könne die Gegend seit zwei Monaten nicht betreten.   

 

2. Digitale Innovationen made in Africa während der Corona-Pandemie 


Der 
Spiegel berichtet in einem Interview mit Moredreck Chibi, Experte für Innovationen im Gesundheitswesen des WHO-Regionalbüros im Kongo, über technische Innovationen auf dem afrikanischen Kontinent während der Pandemie. In vielen afrikanischen Ländern habe die Pandemie technische Innovationen beschleunigt. So gebe es dort Apps zur Kontaktverfolgung, Selbstdiagnose-Tools oder smarte Nachweise von Covid-Tests. Chibi betont im Interview: „Wir konnten schnell den Erfindergeist unserer jungen Leute nutzen, da kam uns das junge Durchschnittsalter der Bevölkerung zugute.“ Außerdem seien viele Länder wie Ruanda, Südafrika, Kenia und Nigeria schon lange sehr aktiv in der Techbranche, haben eine gute Internetinfrastruktur sowie gut ausgebildete und experimentierfreudige junge Programmierer*innen. Als Beispiel nennt der Experte ein Programm eines jungen Mannes aus Kenia zur Kontaktnachverfolgung in öffentlichen Kleinbussen. Das Programm basiere auf Handy-Überweisungen, mit denen die Fahrten bezahlt wurden. Das sei eine speziell auf den Kontinent zugeschnittene Erfindung. Es fehle noch am nötigen Geld, aber viele Innovationen aus Afrika hätten globale Relevanz bekommen. Es gebe ein Riesenpotenzial für Techfirmen, in Afrika zu investieren. 

 

3. WHO Kritik: 95 Prozent der Impfungen in zehn Ländern 


Zahlreiche Medien, darunter die 
Rheinische Postdas Nachrichtenportal Nau und das Migazin melden, dass zehn Länder 95 Prozent aller Corona-Impfungen für sich beanspruchen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiere diese ungleiche Verteilung von Corona-Impfdosen und fordere mehr Solidarität von Europa. Einer Analyse der Website “Our World in Data” zufolge handele es sich bei den zehn Ländern unter anderem um Deutschland, Israel, Italien, Spanien, Großbritannien, die USA, China und Russland. Menschen in afrikanischen Ländern müssten noch lange auf eine Impfung warten. Die ersten Lieferungen von Impfdosen für den afrikanischen Kontinent aus einem WHO-Programm würden erst im März eintreffen. Die WHO vereinbarte über ihr Covax-Programm mit verschiedenen Pharmafirmen den Erwerb von zwei Milliarden Impfdosen für dieses Jahr. Die sollen praktisch für alle Länder verfügbar sein. Schwerpunkt seien jedoch die 92 am stärksten von Armut betroffenen Länder. Covax werde im Laufe des Jahres insgesamt 600 Millionen Impfdosen für Afrika bereitstellen. Zudem habe die Afrikanische Union 270 Millionen Vakzin-Einheiten bestellt. Die WHO betone, jeder Mensch in jedem Land müsse Zugang zu Vakzinen haben. 

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge