15. Dezember 2021
Aktuelles

15. Dezember 2021

Vierte Corona-Welle in Afrika / Afrika: Fortschritte in der Gesundheitsversorgung / Klimawandel (k)eine Sicherheitsfrage?

1. Vierte Corona-Welle in Afrika

Die Zahl der dokumentierten Corona-Infektionen in Afrika hat im Wochenvergleich um 83 Prozent zugenommen. Darüber berichten Tagesschau.de und die Stuttgarter Zeitung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien vergangene Woche 196.000 neue Fälle gemeldet worden. Vor allem in Südafrika steigen die Infektionszahlen stark an. Man sei trotzdem „vorsichtig optimistisch“, dass die vierte Welle in Afrika weniger Todesfälle und weniger schwere Krankheitsverläufe mit sich bringen werde, so Matshidiso Moeti, Afrika-Regionaldirektorin der WHO. Tagesschau.de berichtet ferner über die Ankündigung nigerianischer Gesundheitsbehörden, künftig keine Impfdosen mit nur kurzer Haltbarkeit annehmen zu wollen. Diesen rechtzeitig zu verteilen, stelle eine zusätzliche Belastung dar. Kürzlich seien rund eine halbe Million Impfdosen abgelaufen, bevor sie verwendet werden konnten. In Nigeria seien bislang nur 1,9 Prozent der 206 Millionen Menschen vollständig geimpft. Mindestens 30 Millionen Impfdosen seien aktuell vorrätig.

 

2. Afrika: Fortschritte in der Gesundheitsversorgung

Martina Schwikowski berichtet in der Deutschen Welle über Gesundheitssysteme in Afrika im Kontext der momentan stattfindenden Konferenz zum öffentlichen Gesundheitswesen des Kontinents. Bereits 2019 hatten die Staats- und Regierungschefs der Länder der Afrikanischen Union das Problem der mangelnden Gesundheitsfinanzierung genannt. Eine wichtige Rolle spielen dabei öffentliche Krankenversicherungen, wie sie zurzeit in Togo und Benin diskutiert werden. In einigen anderen Ländern, wie beispielsweise Ghana, gebe es damit schon erste Erfahrungen. Auch in Kenia habe die Regierung verschiedene Modelle ausprobiert. Präsident Uhuru Kenyatta hatte daraufhin 2017 die allgemeine Gesundheitsversorgung zur politischen Priorität gemacht. Die Corona-Pandemie habe sich allerdings stark auf die Wirtschaft ausgewirkt, worunter auch das Krankenversicherungs-Projekt gelitten habe. Ruanda sei ein Vorzeigebeispiel in der Region. 88 Prozent der Bevölkerung werden durch das 1999 eingeführte System einer gemeinschaftsbasierten Krankenversicherung erreicht. Das “sozial abgefederte und lokal verankerte Modell” könne als Vorbild für andere Länder dienen.

 

3. Klimawandel (k)eine Sicherheitsfrage?

Russland hat am Montag mit einem Veto im UN-Sicherheitsrat eine Resolution verhindert, die den Klimawandel als Problem der internationalen Sicherheit definiert und in den Zuständigkeitsbereich des Sicherheitsrats gebracht hätte. Darüber berichtet Bernd Pickert in der Tageszeitung (taz). Den Vorschlag hatten Irland und Niger eingereicht. Mit der Resolution wäre der UN-Generalsekretär aufgefordert worden, dem Sicherheitsrat innerhalb von zwei Jahren einen Bericht über die Sicherheitsimplikationen des Klimawandels in relevanten Ländern vorzulegen und Handelsempfehlungen auszusprechen. Auch Indien und China hatten Bedenken geäußert. Laut Außenministerin Annalena Baerbock gehöre das Thema Klimakrise in den UN-Sicherheitsrat, weil es „absolute sicherheitsrelevante Auswirkungen” habe und „als Treiber gerade in den Regionen wirkt, die ohnehin schon fragil sind“. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte den engen Zusammenhang zwischen Klimawandel und bewaffneten Konflikten in bestimmten Regionen betont. Die am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen leiden auch unter Unsicherheit, Armut, schwachen Regierungen und einem Anstieg des Terrorismus, so Guterres.

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge