15. Dezember 2020
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15. Dezember 2020

Deutsche Pharmakonzerne verhindern weltweite Impfgerechtigkeit / USA streichen Sudan von Terrorliste / Niger: 27 Tote bei Boko Haram-Angriff

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1. Deutsche Pharmakonzerne verhindern weltweite Impfgerechtigkeit
Nils Klawitter berichtet im SPIEGEL , dass die beiden deutschen Impfstoffunternehmen Curevac und Biontech in einem Ranking zur fairen Impfstoffverteilung besonders schlecht abschneiden. Die Firmen unterstützen den ACT-Accelerator der Weltgesundheitsorganisation nicht. Dieser solle zu einer weltweit gerechten Impfstoffverteilung beitragen. Biontech habe keinen Preisnachlass für gemeinnützige Organisationen zugesagt. Curevac wiederum habe den Verkauf des Impfstoffs zum Selbstkostenpreis ausgeschlossen. Curevac behaupte zudem „im engen Austausch“ mit verschiedenen Impfstoffinitiativen zu stehen, sich an einer UNICEF-Ausschreibung beteiligen zu wollen sowie Studienprotokolle zum Impfstoff öffentlich einsehbar zu machen. Biontech habe gar nicht auf die Anfragen des SPIEGELS reagiert. Im Länder-Ranking des Fairness-Tests stehe Deutschland allerdings in den vorderen Rängen der Liste. Die Bundesregierung befinde sich hinter der EU und Großbritannien auf Platz drei, da sie unter anderem hohe Geldbeträge für den ACT-Accelerator zugesagt habe.

2. USA streichen Sudan von Terrorliste
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (TAZ) und die Deutsche Welle berichten, hat die USA den Sudan von der Terrorliste gestrichen. Das Lande habe seit 1993 auf der Liste gestanden. Als Voraussetzung für die Streichung musste der sudanesische Staat 335 Millionen US-Dollar an die amerikanische Regierung zahlen. Diese Zahlung solle als Entschädigung an amerikanische Bürger*innen für vergangene terroristische Akte dienen. Zudem habe US-Präsident Donald Trump darauf bestanden, dass der Sudan diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehme. Jetzt nicht mehr auf dieser Liste zu stehen, bringe „Investitionen und Geldtransfers über offizielle Kanäle an, neue Arbeitsmöglichkeiten für junge Menschen und viele andere positive Dinge” mit sich, so der sudanesische Premier Abdullah Hamduk.

3. Niger: 27 Tote bei Boko Haram-Angriff
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) meldet, dass die Terrorgruppe Boko Haram ein Dorf im Südosten Nigers angegriffen und dabei 27 Menschen getötet hat. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet zudem, dass die Tat kurz vor dem Beginn der landesweiten Kommunal- und Regionalwahlen im Niger geschah. Das Dorf Toumour liege nahe der Grenze zu Nigeria. Es sei nach Angaben eines Lokalpolitikers zu 60 Prozent zerstört worden, nachdem etwa 70 Angreifer*innen dort stundenlang gewütet hatten. Boko Haram kämpfe seit 2009 im Nordosten Nigerias. Allerdings habe sich der Konflikt mittlerweile auch auf die Nachbarländer Niger, Kamerun und Tschad ausgeweitet. In den vergangenen Jahren haben Boko Harams und andere Dschihadisten rund 36.000 Menschen getötet. Zwei Millionen Menschen seien aus diesem Grund geflüchtet. Boko Haram sei seit 2016 in zwei Flügel aufgespalten: Die Gruppierung des Islamisten Abubakar Shekau und die Gruppierung Islamischer Staat in Westafrika, die größtenteils in der Gegend um den Tschadsee aktiv sei. Letztere ziele vor allem auf Militäranlagen und internationale Hilfsorganisationen ab. Abubakar Shekaus Gruppe bekannte sich zur Tötung von 76 Landarbeiter*innen bei Nigerias Kommunalwahlen Anfang Dezember.

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