14. Januar 2020
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14. Januar 2020

Kamerun gängelt Journalistin / Investitionen für Akzeptanz / Historischer Blick auf die Entwicklungszusammenarbeit

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1. Kamerun gängelt Journalistin
Wie die Welt meldet, wurde die Journalistin Irène Mbezele in Kamerun für ihre Arbeit mit zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht habe sie und den Verleger der Zeitschrift Kalara wegen „Verleumdung“ sowie „Beleidigung staatlicher Institutionen“ für schuldig befunden. Mbezele habe in Kalara einen Artikel veröffentlicht, der die Einflussnahme einer Parlamentarierin auf die Justiz thematisierte. Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen habe das Urteil scharf kritisiert.

2. Investitionen für Akzeptanz
Wie der Deutschlandfunk der NDR melden, erhält das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in den kommenden zwei Jahren acht Millionen Euro für den Aufbau einer neuen Forschungsdiziplin. Gegenstand der Forschung soll sein, wie man Vorbehalte medizinischer Hilfe in Entwicklungsländern abbauen könne, um „Infektionskrankheiten wie Malaria oder Ebola wirksamer zu bekämpfen“. Es reiche nicht, nur die nötigen Wirkstoffe bereitzustellen, sondern man müsse auch Wege finden, den Einsatz vor Ort zu vermitteln und dabei kulturelle Unterschiede zu antizipieren. Daher werden neue Konzepte auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Psychologie, Anthropologie sowie der und Kommunikationswissenschaft entwickelt.

3. Historischer Blick auf die Entwicklungszusammenarbeit
Im Interview mit Deutschlandfunk Kultur beleuchtet der Historiker Hubertus Büschel die Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit. In der Spätzeit des Kolonialzeiten habe es bereits Ansätze von „Entwicklungsbemühungen“ gegeben. Heute sei der Ansatz partnerschaftlicher, allerdings kommen auch hier nicht nur die Ressourcen, sondern auch die Inhalte sowie die Herangehensweise aus dem „Westen“. Von den Geldgebern werde festgesetzt, wohin die Entwicklung gehen solle. Dabei seien trotz wichtiger Zielsetzungen wie „Senkung der Kindersterblichkeit, Erhöhung der Lebenserwartung“ sowie „Wirtschaftlichkeit“ auch vieles an kulturellem Erbe in Afrika zersört worden. Auch bei der Verantwortung für die eigene koloniale Verantwortung tue sich Deustchland schwer, wie das Beispiel Namibia zeige.

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