14. Februar 2020
Top-Themen

14. Februar 2020

Minister Müller: Entwicklungszusammenarbeit schafft Frieden / CSSD, der Tod jedes Kakaobaums / Afrika: Radio spielt die Zukunftsmusik

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Minister Müller: Entwicklungszusammenarbeit schafft Frieden
In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung thematisieren Entwicklungsminister Gerd Müller und der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, die unabdingliche Verbindung zwischen Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik. Konflikte und Gewalt zerstörten vorhandene gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen. Und wo wiederum „Lebensperspektiven und das Vertrauen“ in den Staat fehlten, weil letzterer versagt habe, Ungleichheit und Armut herrschten, wachse durch Perspektivlosigkeit der Nährboden für Extremismus und Gewalt weiter. Langfristige „Zukunftsperspektiven vor Ort und für alle“, durch Wasserversorgung, Ernährung, Gesundheit, Bildung Arbeit und Minderheitenschutz verbunden mit flexibler und schneller Reaktion auf Krisen schaffen „positiven, nachhaltigen“ Frieden und Sicherheit. Allerdings benötigten solch umfassende Maßnahmen auch deutlich größere Investitionen als zum jetzigen Zeitpunkt getätigt werden. Beispielsweise stünden weltweit 1.600 Milliarden US-Dollar Rüstungsausgaben 160 Milliarden Dollar gegenüber, die in Entwicklungszusammenarbeit investiert werden.

2. CSSD, der Tod jedes Kakaobaums
Nora Ederer thematisiert in der Süddeutschen Zeitung die Ursachen und Folgen der Cacao Swollen Shoot Disease (CSSD), einer Viruserkrankung, die Kakaobäume befällt, und in sechs westafrikanischen Ländern – Sierra Leone, Liberia, Cote d’ivoire, Ghana, Togo und Nigeria – Kakaobäume und Anbauflächen gefährdet. Übertragen von Schmierläusen, führe CSSD unausweichlich zum Tod eines jeden Kakaobaums. Verschiedene Abwehrmaßnahmen könnten gegen den Virus helfen. Beim ‚Schattenbaum-Management‘ werden beispielsweise mittels großer Bäume in der Nähe der Kakaopflanzen natürliche Fressfeinde der Schmierläuse angesiedelt. Schattenbäume kosteten den Kakaobäumen in Dürreperioden, die durch den Klimawandel immer häufiger und heftiger ausfielen, jedoch zu viel Wasser. Wärmere Temperaturen begünstigten darüber hinaus die Vermehrungsrate der Schmierläuse. CSSD wirke für die Kakao anbauenden Kleinbäuer*innen somit wie eine Naturkatastrophe. Laut einer Studie zerstören bereits jetzt Krankheiten wie CSSD rund 38 Prozent der globalen Kakaoernte. Agrarökonom Christian Brunn rate also Konsument*innen dazu beim Schokoladenkauf aufmerksam zu sein, „je hochwertiger die Schokolade, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Firmen […] ein Interesse an nachhaltiger Produktion haben“.

3. Afrika: Radio spielt die Zukunftsmusik
Radio ist günstig zu produzieren, zu empfangen und stellt somit Afrikas wichtigstes Informationsmedium dar, so Jan Philipp Wilhelm und Paul Lorgerie in der Deutschen Welle. Am gestrigen World Radio Day bezeichnete Audrey Azoulay, Generalsekretärin der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen (UNESCO) das Radio als Medium der Zukunft und bekräftigte sein „emanzipatorisches Potenzial“, das Freiheit und Vielfalt fördere. Das wachsende Angebot an sozialen Medien habe dem keinen Abbruch getan. In Südafrika hören zum Beispiel mehr als 90 Prozent der Menschen Radio. Und das Medium habe sein volles Potenzial auf dem Kontinent noch nicht erreicht. Das liege daran, dass viele afrikanische Regierungen freie Meinungsäußerungen zu unterbinden versuchen und darum Sendelizenzen nur spärlich und an regierungsnahe Personen vergeben. Eine Liberalisierung der Medienmärkte sei allerdings wichtig für Meinungsvielfalt und Demokratie. Darüber hinaus wachse die Programmvielfalt nicht zuletzt durch neue, digitale Sendetechnologien.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge