14. Dezember 2021
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14. Dezember 2021

Kommt ein Impfstoff gegen HIV? / Äthiopien: Konflikt verschärft Hungerkrise / Mali: Wahlen unsicher

1. Kommt ein Impfstoff gegen HIV?

Nadja Podbregar berichtet bei Focus Online über vielversprechende Studien mit einem HIV-Impfstoff auf mRNA-Basis. Bei Versuchen mit Makaken habe eine mehrmalige Impfung das Infektionsrisiko um 79 Prozent gesenkt. Die gegen das Coronavirus erfolgreiche mRNA-Technologie könnte also auch im Kampf gegen HIV eine entscheidende Rolle spielen. Durch diese Technologie lassen sich die Gencodes für bestimmte Virenproteine und Proteinteile in einem Impfstoff vereinen und auf eine optimale Wirkung hin “maßschneidern”. Als nächsten Schritt planen die Wissenschaftler*innen, den Impfstoff weiter zu optimieren, damit weniger Boosterimpfungen nötig sind. Bisher stoßen Behandlungen mit sieben oder mehr Impfdosen auf eine geringe Akzeptanz und seien in vielen ärmeren Ländern schwer umzusetzen. Eine erste klinische Studie der Phase 1 soll folgen, sobald sich die optimierten Impfstoff-Varianten im Tierversuch als erfolgreich und sicher erweisen. Dabei werde der Impfstoff zunächst gesunden Freiwilligen verabreicht, um die Verträglichkeit für Menschen zu prüfen.

 

2. Äthiopien: Konflikt verschärft Hungerkrise 

Terefe Tesfaye thematisiert im Tagesspiegel die Auswirkungen der Konflikte zwischen Äthiopiens Regierung und den Rebell*innen auf die Einwohner*innen des Landes. Seit Anfang November schließen sich Teile der Zivilbevölkerung zusammen und patrouillieren nachts durch die Hauptstadt Addis Abeba, um mutmaßliche Terrorist*innen aufzuspüren und sie der Polizei zu übergeben. Der seit mittlerweile einem Jahr andauernde Bürgerkrieg habe bereits deutliche Spuren hinterlassen. Zehntausende seien bisher ermordet und mehr als zwei Millionen Menschen seien vertrieben worden. Um die Rebell*innen der Tigray Defense Force (TDF) zu schwächen, blockiere die Regierung laut Angaben internationaler Organisationen seit Monaten Nahrungsmittellieferungen in die Region. 400.000 Menschen seien mittlerweile von einer Hungersnot betroffen. Viele Menschen fühlen sich auf den Straßen nicht mehr sicher. Die Berichterstattung der westlichen Medien über den Konflikt und die Situation im Land werde allerdings sowohl von der Regierung als auch von großen Teilen der Bevölkerung kritisiert. Sie würden Hass unter der äthiopischen Bevölkerung säen und die Souveränität des Landes bedrohen.

 

3. Mali: Wahlen unsicher

Katrin Gänsler berichtet in der Tageszeitung (taz) über Malis komplizierten Weg zurück in die Demokratie. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas sei besorgt über die Lage im Land. Nach den beiden Putschen im August 2020 und Mai 2021 sei dort eine Militärregierung an der Macht. Es sei dringend notwendig, die Wahlen im Februar 2022 stattfinden zu lassen, so Ecowas. Die aktuell verhängten Strafmaßnahmen gegen Mali sollen verlängert und verschärft werden, falls die Übergangsregierung von Oberst Assimi Goïta bis Ende des Jahres keine Fortschritte in der Wahlvorbereitung erziele. Es sei möglich, dass der Wahltermin nach hinten verschoben wird. Eine Begründung dafür könnte die schlechte Sicherheitslage sein. Einige Parteien und Ver­tre­te­r*in­nen der Zivilgesellschaft hatten ihre Teilnahme am Dialog schon im Vorfeld abgesagt, weil sie eine Wahlverschiebung befürchten. Dazu gehören unter anderem die Partei Yelema von Ex-Premierminister Moussa Mara und bewaffnete Truppen des Nordens. Ohne die Teilnahme der Nord-Milizen bleibe der Norden Malis von den Gesprächen und damit eventuell auch von den Wahlen faktisch ausgeschlossen.

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