14. Dezember 2020

14. Dezember 2020

Mehr als 300 Schüler*innen in Nigeria entführt / Südafrika muss weiter auf Impfstoffzugang warten / Koloniale Raubkunst überschattet Eröffnung des Humboldt-Forums

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1. Mehr als 300 Schüler*innen in Nigeria entführt
Viele Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (TAZ) und die Stuttgarter Nachrichten, melden, dass es in Kankara im Bundesstaat Kantsina in Nigeria zu einem schweren bewaffneten Anschlag auf eine lokale Schule kam. Die Täter*innen haben mit schweren Schusswaffen um sich geschossen und vermutlich mehr als 300 Schüler*innen entführt. Etwa 200 Schüler*innen konnten entkommen. Laut einigen Berichten seien die Entführer*innen mit den Geiseln in den Wald geflohen. Dort sollen sie von der staatlichen Polizei entdeckt worden sein. Daraufhin sei es zum Schusswechsel gekommen. Wer genau hinter den Anschlägen stecke, sei nach wie vor nur Objekt von Spekulationen. Beobachter*innen schließen nicht aus, dass es sich um einen weiteren Anschlag von Boko Haram handeln könnte. Obwohl die radikalislamistische Miliz bisher nicht in Kantsina aktiv gewesen sei, sei eine regionale Ausbreitung der Gruppe nicht auszuschließen. Allerdings könnten die Täter*innen auch einer anderen bewaffneten Gruppe angehören. So könne es sich überdies um „Banditen“ handeln. Sie entführen ungeachtet des sozialen Status Personen, um Lösegeld zu fordern.

2. Südafrika muss weiter auf Impfstoffzugang warten
Wie Claudia Böll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt, muss das afrikanische Land vermutlich bis zum zweiten Quartal 2021 auf einen Impfstoff warten. Südafrika sei mit insgesamt 830.000 Infektionen und 22.000 Toten das am stärksten betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. Obwohl in Südafrika vier Impfstofftests verliefen, habe die Regierung es verpasst, mit den Pharmakonzernen über Preise und Lieferungen zu verhandeln. Südafrika sei bei klinischen Untersuchungen an vorderster Front und werde dennoch auf eine Implementierung warten müssen, so Shabir Madhi, Impfforscher an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg. Trotz der fortwährenden Herabstufung des südafrikanischen Rand werde die Nation von der Weltbank als Land mit höherem mittlerem Einkommen eingestuft. Dadurch müsse Südafrika die gleichen Preise für Impfstoffe bezahlen wie reichere Staaten im Globalen Norden. Die Haushaltslage der südafrikanischen Regierung sei jedoch sehr angespannt. Demnach setze der Staat nun auf die Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation und die Impfallianz Gavi, über die insbesondere afrikanische Länder bis Ende 2021 ca. 2 Milliarden Impfdosen erhalten sollen.

3. Koloniale Raubkunst überschattet Eröffnung des Humboldt-Forums
Unter anderem die Tageszeitung (TAZ) und der Tagesspiegel berichten, dass die Frage um die so genannten Benin-Bronzen kurz vor der Eröffnung des Humboldt-Forums noch immer nicht geklärt ist. So habe der nigerianische Botschafter in Deutschland in einem Brief an die Bundesregierung erneut die Rückgabe der Benin-Bronzen gefordert. Im Auswärtigen Amt sei das Schreiben der nigerianischen Regierung bereits im August 2019 eingegangen. Daraufhin seien Gespräche mit dem Verweis auf einen fortgeführten Dialog erfolgt. In dem Schreiben sehe die Bundesregierung jedoch offenbar keine offizielle Rückgabeforderung. Die Benin-Bronzen seien der berühmteste Fall von kolonialem Kunstraub, so der Historiker Jürgen Zimmermann. Die Blamage sei abzuwenden gewesen und schade dem internationalen Ruf Deutschlands, so Zimmermann weiter.

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