14. August 2019
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14. August 2019

Ebola: Heilung in Sicht? / G7: Superheld*innen gegen Sexismus? / Eritrea: Sicherheit für Zurückkehrende?

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1. Ebola: Heilung in Sicht?

Wie unter anderem Spiegel Online, Zeit Online, Sueddeutsche.de, der Standard und die Pressagentur Reuters berichten, werden zwei experimentelle Behandlungen gegen Ebola im Kongo zugelassen. Nach der Behandlung seien 90 Prozent der Patient*innen geheilt worden, so Anthony S. Fauci, Direktor des US-amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Die Ergebnisse der beiden Wirkstoffe seien noch nicht publiziert, die Antikörper-Therapien werden aber aufgrund der hohen Erfolgsrate nun fortgesetzt. Vier Wirkstoffe seien getestet worden, zwei davon werden nun weiter für Impfungen verwendet. Bei der aktuell Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo sind mit 1900 Menschen rund zwei Drittel der Infizierten bereits gestorben. Die Antikörper-Therapie solle bei allen Patienten angewendet werden. Durch die hohe Überlebensrate hoffen auch die Ärzte auf wachsendes Vertrauen aus der Bevölkerung. Das Misstrauen gegenüber Ärzt*innen und dem Umgang mit Betroffenen sei nach wie vor noch sehr groß. Mehrere Medien, darunter Spiegel Online, ZDF, Deutsche Welle und die Berliner Morgenpost berichtet außerdem, dass die Masernfälle weltweit wieder steigen, insbesondere in Afrika. Laut der Weltgesundheitsorganisation seien dort die Fälle in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 900 Prozent nach oben geschnellt.

2. G7: Superheld*innen gegen Sexismus?

Das Monda-Magazin thematisiert, dass die Entwicklungsorganisation ONE mit einem Video die G7-Regierungschefs und -chefinnen zum Handeln für Geschlechtergerechtigkeit auffordert. In sozialen Netzwerken mache der Hashtag #ProgressNotPromises bereits auf die Verantwortung der Regierenden aufmerksam. Anstatt leerer Worte sollen Taten folgen. Das Video zeigt die sieben Staatsoberhäupter als Superheld*innen, die vor der Wahl stehen im Angesicht der weltweiten „Sexismus-Krise“ zu handeln  oder es bei Reden zu belassen. Politiker*innen bräuchten keine Superkräfte, um Fortschritt bei Gleichberechtigung zu erreichen, sie bräuchten den Mut und politischen Willen zu handeln statt zu reden, so Gayle Smith, Präsidentin von ONE. Auch T-Online.de greift das Video auf.

3. Eritrea: Sicherheit für Zurückkehrende? 

Christian Putsch behandelt in der Welt, die Frage, wie sicher es für Eritreer*innen ist, in ihr Heimatland zurückzukehren. Eritreer*innen haben in Deutschland nach Geflüchteten aus Syrien die höchste Chance auf Anerkennung bei Asylanträgen. Im Gegensatz dazu schiebe die Schweiz in vielen Fällen Antragssteller*innen ab. Für die Menschrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) sei vor allem die Zwangsrekrutierung von jungen Eritreer*innen alarmierend. Oft könnten sie nicht einmal die Schule beenden. Zu dem sogenannten Nationaldienst können Frauen und Männer auch noch bis zu ihrem 50. Lebensjahr verpflichtet werden. Bei Desertation drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Grenzöffnung zu Äthiopien im vergangenen Jahr, die als Fortschritt gewertet wurde, sei bereits wieder rückgängig gemacht worden. Im Ausland lebende Eritreer*innen haben nach Angaben der EU-Agentur EASO mit wenig rechtlichen Konsequenzen bei der Rückkehr in ihr Heimatland zu rechnen. Allerdings verlange die Regierung eine ‚Diasporasteuer‘ auf im Ausland erwirtschafteten Einnahmen. Laut der Nichtregierungsorganisation Freedom House falle Eritrea in Sachen Freiheit noch hinter die Länder Saudi-Arabien, Nordkorea und Libyen. Unabhängige Presse und Justiz seinen vom Präsidenten Isayas Afewerki abgeschafft worden. Bisher lehne Deutschland eine offizielle bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ab. Entwicklungsminister Gerd Müller sehe dafür jedoch Chancen, wenn es Reformen bei Menschenrechten und der Privatwirtschaft gebe.

 

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