14. April 2022
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14. April 2022

WHO: Neue Corona-Varianten im Umlauf / Baerbock fordert mehr Einsatz gegen Hunger / EU betreibt Migrationskontrolle mittels Entwicklungszusammenarbeit

1. WHO: Neue Corona-Varianten im Umlauf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab am Montag bekannt, einige Infektionsfälle mit zwei weiteren Omikron-Schwestervarianten namens BA.4 und BA.5 zu verfolgen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das RedaktionsNetzwerk Deutschland und T-online.de berichten. Bislang solle es jedoch keine Anzeichen geben, dass mit BA.4 oder BA.5 infizierte Menschen einen schwereren Krankheitsverlauf haben, sagte Maria Van Kerkhove, Epidemiologin von der WHO. Derzeit untersuchen Spezialist*innen, ob BA.4 und BA.5 sich schneller als andere Virus-Linien ausbreiten. “Wir müssen dieses Virus in jedem einzelnen Land genau verfolgen“, teilte WHO-Notfalldirektor Mike Ryan am Mittwoch in Genf mit. Deshalb appelliere die WHO an Länder, wieder mehr zu testen. Laut WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sinken die Covid-Todesfälle derzeit jedoch weltweit.

2. Baerbock fordert mehr Einsatz gegen Hunger

Außenministerin Annalena Baerbock rief gestern bei ihrem Besuch in Niger während ihrer Westafrika-Reise zum internationalen Kampf gegen die Hungerkrise auf. Darüber berichten die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online und Tagesschau.de. Die russische Invasion und die darauf folgenden Getreideexporteinbrüche Russlands und der Ukraine haben die Situation deutlich verschärft. Es gehöre laut Baerbock zur russischen Strategie, die Not durch Lieferausfälle oder Lieferstopps von Nahrungsmitteln weiter zu verschärfen. Die Weizenpreise haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Deshalb werden voraussichtlich 38 Millionen Menschen in den nächsten Monaten in Westafrika Hunger leiden müssen. Nach Angaben des nigrischen Bildungsministers, Mamoudou Djibo, stelle ferner der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlagen in der Sahel-Region dar. Die Dürre trete mittlerweile alle zwei Jahre statt wie bisher alle zehn Jahre auf . Dies führe zusätzlich zur Lebensmittelknappheit.

3. EU betreibt Migrationskontrolle mittels Entwicklungszusammenarbeit

Kira Schacht thematisiert in der Deutschen Welle, wie die Europäische Union (EU) Entwicklungsgelder häufiger als andere Geldgeber als Druckmittel nutzt, um ihre Migrationspolitik in den nördlichen Ländern Afrikas durchzusetzen. Das zeigen Daten zu offiziellen Entwicklungsinvestitionen, die von der Organisation für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gesammelt wurden. So werde laut OECD-Angaben im Jahr 2019 mit 19 Prozent ein größerer Teil der EU-Entwicklungsmittel nördlich der Sahara investiert. Das betrifft insbesondere Länder, die als Herkunfts- oder Transitländer für Migration in Richtung der EU gelten. Andere Geldgeber investieren im Vergleich lediglich drei Prozent der Entwicklungsgelder in dieser Region. Beispiele für den Fokus auf Migrationskontrolle seien EU-Programme wie der EU-Nothilfe-Treuhandfonds (EUTF) für Afrika, der Migrationskontrolle über Entwicklungszusammenarbeit stelle. Für diesen sollen zum Großteil bestehende Entwicklungsgelder umgeleitet worden und bis heute etwa fünf Milliarden Euro in die “Notfallförderung” investiert worden sein. Die EU gilt weltweit als größter Geber. Etwa ein Drittel ihrer Entwicklungsinvestitionen fließen nach Afrika.

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