13. September 2021
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13. September 2021

Die Verantwortung der Industriestaaten / 20 Jahre Terrorismus in Afrika / Afrika: Junge Bevölkerung, alte Regierung

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1. Die Verantwortung der Industriestaaten

Maximilian Popp spricht im Spiegel mit der Direktorin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, über die Fehler der Industriestaaten während der Corona-Pandemie. Diese hätten Entwicklungsländer zum Teil im Stich gelassen. Die WTO habe vorgeschlagen, dass Berufstätige im Gesundheitsbereich, etwa Ärzt*innen oder Pfleger*innen, weltweit als Erste geimpft werden. Dafür hätte es drei Prozent des globalen Impfstoffvorrats gebraucht. Doch dies sei nicht passiert. Eine Studie des Weltwährungsfonds zeigt auf, dass es lediglich ein Investment von 50 Milliarden US-Dollar gebraucht hätte, um 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 und 60 Prozent bis Mitte 2022 zu impfen. Entscheidend für den Zugang zu Vakzinen sei in Zukunft, die Produktion der Impfstoffe zu dezentralisieren und Technologieentwicklungen zu transferieren, so Okonjo-Iweala. Momentan werden 80 Prozent des Impfstoffs aus nur zehn Ländern exportiert. Auch im Kampf gegen den Klimawandel sieht Okonjo-Iweala die Industriestaaten in der Verantwortung: Sie haben die Ressourcen, um den Wandel früher zu vollziehen. Der afrikanische Kontinent trage nur drei Prozent zum globalen CO2-Ausstoß bei. Trotzdem werden von ihnen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel erwartet.

2. 20 Jahre Terrorismus in Afrika

In den letzten 20 Jahren ist Afrika zur am meisten von Terror betroffenen Weltregion geworden. Das beichtet Norbert Hahn für Tagesschau.de. Der IS und seine Verbündeten seien vor allem in Zentral- und Westafrika aktiv. Die mit Al-Kaida verbündete Al-Shabaab, die vom Norden Mosambiks aus auch in Tansania operiere, sei UN-Berichterstattungen zufolge eine “besonders beunruhigende Entwicklung”. In Mali seien 13.000 UN-Soldat*innen stationiert, darunter etwa 1.000 Deutsche und etwa 5.000 französische Soldat*innen. Auch in Somalia haben es 20.000 Soldat*innen aus elf afrikanischen Ländern seit 2007 auch mit massiver westlicher Hilfe nicht geschafft, Stabilität herzustellen. Die USA fahren ihr Engagement mit 6.000 Soldat*innen bereits zurück. Der islamistische Aufschwung in Subsahara-Afrika habe schlimme Folgen: Mittlerweile gebe es zwei Millionen Geflüchtete im Westen des Sahel, weit über 1.000 Tote jährlich in Mali und 30.000 Tote seit 2009 durch die Islamisten in Nigeria. Einer Studie der südafrikanischen Ichikowitz-Stiftung zufolge seien rund 80 Prozent der jungen Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren besorgt über die Entwicklung.

3. Afrika: Junge Bevölkerung, alte Regierung

Afrika ist der Kontinent mit vielen der ältesten Regierungsoberhäuptern der Welt. Dabei ist seine Bevölkerung so jung wie nirgendwo sonst. Darüber schreibt Claudia Böll in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In Kamerun betrage dieser Altersunterschied beispielsweise 69 Jahre. In Deutschland liege die Differenz dagegen nur bei 21 Jahren, in den USA bei knapp 40 Jahren. Die junge Bevölkerung des afrikanischen Kontinents wachse schnell. Diese “selbstbewusste, gut ausgebildete Generation”, so Böll, begehre gegen betagte Amtsinhaber auf. Dabei seien ihre bevorzugten Instrumente das Internet und die sozialen Medien. Viele Regierungsoberhäupter reagieren darauf mit Gewalt, Gerichtsverfahren und Internet-Abschaltungen. Durch ein zentralistisches politisches System sei es für jüngere Menschen in vielen Ländern schwierig, in die Politik einzusteigen.

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