13. November 2019
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13. November 2019

Mehr Frauenrechte, weniger Kinder / Kenia: Mutter kämpft gegen Bleiverschmutzung / Nigeria: Öl-Diebstahl mit weitreichenden Folgen

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1. Mehr Frauenrechte, weniger Kinder
Anlässlich der derzeit stattfindenden Weltbevölkerungskonferenz in Kenias Hauptstadt Nairobi, berichten viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, Spiegel Online, die Frankfurter Rundschau, die Rheinische Post, das Hamburger Abendblatt, t-online.de und n-tv.de, ihren Fokus auf die Stärkung von Frauenrechten sowie ihren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Seit der letzten Konferenz in Kairo 1994 sei schon vieles erreicht worden. Einige Ziele bleiben aber unerfüllt. Einerseits habe die weltweite Mütter- und Kindersterblichkeitsrate bereits halbiert werden können. Andererseits sei geschlechterbasierte Gewalt wie Genitalverstümmelung noch immer eine Herausforderung in vielen Regionen der Welt. Der Gipfel habe Widerstand bei politisch rechten Gruppen und der katholischen Kirche ausgelöst, da sich die Veranstalter*innen auf die Verwirklichung von „reproduktiver Gesundheit und Rechte“ konzentrieren. Dazu gehöre die sexuelle Selbstbestimmung, die Beendigung von Gewalt gegen Frauen sowie der Zugang zu Möglichkeiten der Familienplanung wie ein allgemeiner Zugang zu Verhütungsmitteln.

2. Kenia: Mutter kämpft gegen Bleiverschmutzung
In der tageszeitung (taz) spricht Leonie Asendorpf mit der kenianischen Umweltaktivistin Phyllis Omido über ihr Engagement für faires und nachhaltiges Recycling von Elektromüll. Omido habe in der Batterie-Recycling Fabrik in EPZ in der Nähe von Mombasa gearbeitet. Durch den Einsatz von veralteten Technologien habe die Produktion sowohl die Belegschaft als auch Umwelt und Böden vergiftet. Landwirtschaft könne dort nun kaum mehr betrieben werden. Als Omidos Sohn an einer Bleivergiftung schwer erkrankte, habe sie begonnen, sich öffentlich zu engagieren und Aufmerksamkeit für die gesundheitsschädlichen Zustände bei der Bleiverarbeitung zu schaffen. Trotz Schikanen, Verhaftungen und Todesdrohungen führe Omido ihr Engagement fort und fordere insbesondere die größten Industrienationen, darunter Deutschland, dazu auf, kein Blei aus unsicheren Quellen zu kaufen. Dies sei eine notwendige Bedingung, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

3. Nigeria: Öl-Diebstahl mit weitreichenden Folgen
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung thematisiert den Öl-Diebstahl in Nigeria. Nach Angaben einer lokalen Zweigstelle einer Initiative von Rohstoffexpert*innen, der Nigeria Natural Resource Charter (NNRC), verschwinden jeden Tag über 40.000 Fässer Rohöl. Dies sei ein weltweiter Rekordwert. Die Menge an geklautem Rohöl steige kontinuierlich. Zum einen zapfe die einfache Dorfbevölkerung die Pipelines im Nigerdelta an und zum anderen stehlen vor allem gewalttätige Milizen das Öl und kapern Öl-Laster sowie Tankschiffe. Jährlich verliere das westafrikanische Land rund 2,5 Milliarden Euro durch die Diebstähle – rund zehn Prozent des Staatshaushalts. Trotz seines Ölreichtums kämpfe Nigeria mit einer der weltweit höchsten Raten von extremer Armut. Nur ein Bruchteil der Steuereinahmen durch den Ölhandel komme bei der Mehrheit der Bevölkerung an. Verantwortlich dafür seien korrupte Strukturen in Politik und Militär.

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