13. Januar 2020
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13. Januar 2020

Angriff auf Militärlager in Niger / Südsudan scheitert am Frieden / Afrika zahlt per Handy

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1. Angriff auf Militärlager in Niger
Islamistische Milzen griffen am Donnerstag einen Armeestützpunkt in Niger an, wie die Welt, Zeit Online, Spiegel, die Deutsche Welle, der Standard, die Stuttgarter Nachrichten, die Stuttgarter Zeitung und die Presse melden. Nach einer Durchsuchung des Camps gehe man mittlerweile von rund 90 Opfer auf Seiten der nigrischen Armee aus. Von den Angreifenden seien ebenfalls 77 Menschen gestorben. Dieser Angriff auf das nigrische Militärlager Chinégodar nahe der malischen Grenze stelle die schwerste Attacke auf das nigrische Militär seit Ausbruch der terroristischen Aktivitäten 2015 dar. Die Bedrohungslage in der Sahelzone verschlechtere sich rapide, wie tagesschau.de und der Standard berichten. Um den „Rahmen und die Ziele des französischen Engagements im Sahel zu evaluieren“ treffen sich heute die Staatschefs der Eingreiftruppe G5-Sahel aus Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und dem Tschad mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in der französischen Stadt Pau, so die französische Regierung. Macron möchte eine „kontinentübergreifende Antiterrorkoalition“ unter französischer Führung gründen, wie die Tageszeitung (taz) berichtet. Bisher fehle dem französischen Vorstoß allerdings die breite europäische Unterstützung.

2. Südsudan scheitert am Frieden
Bernd Dörries portraitiert in der Süddeutschen Zeitung den Alltag von Rogasiano Felix Andrea, einem Postmitarbeiter in der südsudanesischen Hauptstadt Juba, und beschreibt anhand seiner Geschichte den Zustand des Landes. Das jüngste Land der Welt habe 2011 nach jahrelangen, wiederkehrenden Bürgerkriegen seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt. Nach anfänglicher Euphorie sei zwei Jahre später ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Gekämpft werde vor allem um wichtige Ämter im Militär sowie den Gewinnen aus der Ölförderung. Seit der Unabhängigkeit seien im Südsudan mehr als 400.000 Menschen ums Leben gekommen. Kritik*innen des Regimes werden verfolgt und bestraft. Auch wenn sich der Südsudan mutmaßlich zurückentwickle, mangele es Rogasiano Felix Andrea nicht an Hoffnung. Bald werde ein nahegelegenes Atomkraftwerk ans Netz gehen und sowohl Stadt als auch Postfiliale mit Strom versorgen.

3. Afrika zahlt per Handy
Martina Schwikowski thematisiert in der Deutschen Welle mobile Zahlungssysteme in vielen afrikanischen Ländern. Aufgrund fehlender finanzieller Infrastruktur (vor allem der Mangel an Geldautomaten, Banken oder Kassen) sowie der weit verbreiteten Hyperinflation haben sich die Transaktionen per Mobiltelefon in vielen afrikanischen Ländern etabliert. Im Gegensatz dazu konnten sich die mobilen Zahlungssysteme im stark entwickelten Südafrika nicht durchsetzen. In vielen anderen afrikanischen Ländern dominieren die Anbieter MTN, Vodafone und Orangen die Märkte und planen noch mehr afrikanische Märkten zu erschließen und ihr Angebot weiterzuentwickeln. Mittlerweile verzeichne beispielsweise Vodafone mit 37 Millionen Kund*innen weltweit mehr Transaktionen als der Online-Bezahldienst Paypal.

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