13. Dezember 2021
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13. Dezember 2021

Äthiopien: Rebellen erobern Lalibela zurück / Sudan: Kampf um Demokratie / Madagaskar: Hungersnot durch Dürre

1. Äthiopien: Rebellen erobern Lalibela zurück

Einheiten der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) haben Augenzeugen zufolge die Unesco-Weltkulturerbestätte Lalibela in Äthiopien wieder eingenommen. Darüber berichten die Süddeutsche Zeitung und Deutschlandfunk. Laut Einwohner*innen seien die Kämpfer bis ins Zentrum vorgedrungen und haben die Stadt von den Regierungstruppen zurückerobert. Sonderkräfte der Region Amhara und verbündete Milizen, die Alliierte der Zentralregierung in Addis Abeba seien, haben in der Nacht zu Sonntag mit dem Abzug begonnen. Es seien Schüsse zu hören gewesen. Viele Menschen seien geflohen. Die äthiopische Armee hatte die Rebellen erst vor knapp zwei Wochen aus Lalibela vertrieben. In der nördlichen Region Äthiopiens gibt es seit rund einem Jahr heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die TPLF habe sich inzwischen mit weiteren Rebellengruppen zusammengeschlossen, um Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed zu stürzen.

 

2. Sudan: Kampf um Demokratie

Bernd Dörries berichtet in der Süddeutschen Zeitung über die seit 2018 andauernden Demonstrationen für mehr Demokratie im Sudan. Viele Demonstrant*innen seien bereit, ihr Leben zu opfern. Man habe große Erfolge erzielt. Der langjährige Diktator Omar al-Baschir sei aus dem Amt gedrängt und verhaftet worden. Der Sudan sei einst ein “international geächteter Terrorstaat” gewesen und habe sich zu einem Staat entwickelt, dem Europa und die USA Schulden erlassen und der von der Sanktionsliste genommen wurde. Mit einigen Rebellengruppen im Land sei Frieden geschlossen worden. Die lokale Währung habe sich zeitweise stabilisiert. Die Demonstrant*innen haben aber auch Rückschläge erlitten: Im Oktober hatte das Militär erneut geputscht, den Premierminister verhaftet und die Regierung entmachtet. Seit 65 Jahren sei das Land unabhängig und seitdem kämpfe man für eine gerechte Staatsform. Das Militär habe nie einen Krieg gegen ein Nachbarland geführt, aber 17 Mal geputscht. In drei Revolutionen haben die Bürger*innen darum gekämpft, sich selbst zu regieren. Zwei Mal seien sie gescheitert. Der Kampf gehe weiter, denn im Jahr 2023 soll gewählt werden und auch die Milizen und Generäle können sich zur Wahl stellen.

 

3. Madagaskar: Hungersnot durch Dürre

Heiner Hoffmann und Njakaniaina Rajaonisaona berichten in einer Videoreportage im Spiegel über die anhaltende Dürre in Madagaskar. Seit Jahren habe es nicht mehr richtig geregnet. Gerade Kinder seien am stärksten betroffen. Sie reden kaum, da sie nicht genug zu essen bekommen und auch ihr Gehirn könne sich nicht richtig entwickeln, so Jaona Rafanomezantsoa vom Welternährungsprogramm der UN. Viele Kinder werden ein Leben lang unter den Folgen des Hungers zu leiden haben. Das Problem sei zu lang ignoriert worden. Internationale humanitäre Gemeinschaften und die Vereinten Nationen hätten konsequenter handeln müssen. Mehr als eine Million Menschen sei vom Hunger bedroht. Welche Rolle der Klimawandel spielt, sei unklar. Fest stehe, dass 90 Prozent der Fläche Madagaskars einmal mit Wäldern bedeckt war, die heute in weiten Teilen gerodet seien. Die Bevölkerung gebe die Hoffnung aber noch nicht auf. Es gebe verschiedene Ansätze wie beispielsweise das Gemeinschaftssparen, wo ganze Dörfer zusammenlegen, um gemeinsam etwas anbauen zu können. Es gebe Versicherungen für Ernteausfälle. Bewohner*innen versuchen, irgendwie in der Region bleiben zu können. Letztendlich hänge aber alles an der Verfügbarkeit von Wasser vor Ort.

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