13. August 2019
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13. August 2019

Insel der Anti-Korruption / NGOs leben gefährlicher / Ein neues Leben in Ghana

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1. Insel der Anti-Korruption
Ilona Evens portraitert in der aktuellen tageszeitung (taz) die „bürgerorientierte Politik“ von Kivutha Kibwana, Gouverneur der südkenianischen Provinz Makueni. In dem von Korruption geprägten Land falle er dadurch auf, dass er den Bürger*innen zuhöre und gewährleistet, dass geplante Entwicklungsprojekte wie Staudämme tatsächlich realisiert werden. Dabei werden die veranschlagten Investitionsmittel genau dafür eingesetzt, wofür sie vorgesehen seien. Die meisten Menschen in Makueni seien „begeistert von ihrem Gouverneur“, der sich bewusst dafür entschieden habe, für eine lokale Kleinpartei anzutreten. Bei Entwicklungsprojekten werden die Bürger*innen nicht nur angehört, sondern aktiv mit einbezogen. Das sei insofern bemerkenswert, als es in Kenia oftmals üblich sei, von geplanten Projekten betroffene Bewohner*innen nicht zu konsultieren. Korruption sei bis in die höchsten Regierungskreise weit verbreitet. Auch andere Projekte in Makueni wie eine Obstverarbeitungsfabrik, eine neue Entbindungsklinik oder eine neue Schule verbessern das Leben in der Region deutlich und seien dabei günstiger als vergleichbare Projekte in der Hauptstadt Nairobi.

2. NGOs leben gefährlicher
Wie die Leipziger Volksstimme berichtet, wird die Arbeit von Entwicklungshelfer*innen in Afrika immer gefährlicher. Erst kürzlich sei eine deutsche Rotes-Kreuz-Krankenschwester in Somalia entführt und ein Arzt der Weltgesundheitsorganisation im Kongo getötet worden. Alleine vergangene Woche seien sechs Helfer*innen im Nordosten Nigerias von einer Terrororganisation entführt worden. 2018 sei mit rund 400 „großen Angriffen“ das zweitgefährlichste Jahr für Entwicklungshelfer*innen gewesen. Besonders betroffen seien lokale Mitarbeiter*innen. Mit dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und Zentralafrika liegen drei der gefährlichsten Länder in Afrika. Ein Grund für die wachsende Gefahr sei, dass örtliche Milizen und Terrorgruppen die Helfer*innen verstärkt als „westliches Instrument“ wahrnehmen. Auch die Hilfseinsätze gehen mittlerweile länger als früher, so Bodo von Borries vom Dachverband deutscher Entwicklungsorganisationen VENRO.

3. Ein neues Leben in Ghana
Jana Sepehr portraitiert im ZDF den syrischen Geflüchteten Mahmoud Al Fawal, der nicht nach Europa, sondern Ghana ausgewandert ist. Es sei bemerkenswert, dass Al Fawal vor Ort nicht primär als Geflüchteter, sondern als „Fachmann“ betrachtet werde. Er habe nie nach Europa auswandern wollen, da er „nicht im Meer ertrinken“ wolle. Nachdem er eine Zeit lang im Libanon gelebt habe, sei ihm von einem Bekannten ein Job in Ghana angeboten worden, den er angenommen habe. Dort leite er mittlerweile ein Geschäft für Elektrotechnik. Die Menschen vor Ort schätzen seine Verlässlichtkeit und seine technische Expertise, so Al Fawal. Er lebe mit seiner Frau in der Hauptstadt Accra und schätze die „Hilfsbereitschaft, die Gastfreundschaft und Lebensfreude“ in Ghana.

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