12. September 2019
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12. September 2019

Elfenbeinküste: Dorf vom Meer verschluckt / Dialog in Kamerun? / Hoffnung für Südsudan?

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1. Elfenbeinküste: Dorf vom Meer verschluckt

Julia Köppe portraitiert bei Spiegel online das Dorf Lahou-Kpanda in der Elfenbeinküste, das durch den steigenden Meeresspiegel zu versinken droht. Dieser Prozess sei bereits seit 30 Jahren im Gang. Ein Gefängnis, ein Krankenhaus und eine Schule seien bereits dem Meer zum Opfer gefallen. Nun drohe dem Friedhof der Gemeinde das gleiche Schicksal. Gerade für die Familienmitglieder der Begrabenen sei dies schwer mit anzusehen, schreibt Köppe. Das Schicksal Lahou-Kpandas drohe auch vielen anderen Regionen . Es gebe noch Uneinigkeit über die Datenlage zur Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs. Unbestritten sei jedoch, dass der Stand 2018 um acht Zentimeter höher lag als noch 1993. Das werde sich auch in Zukunft bemerkbar machen; in Westafrika lebt rund ein Drittel der Bevölkerung an der Küste. Die Elfenbeinküste sei eines der Länder Westafrikas, das am stärksten vom steigenden Meeresspiegel und Erosionen betroffen sei.

2. Dialog in Kamerun?

Clarissa Herrmann in der Deutschen Welle sowie evangelische.de thematisieren die Aufnahme des politischen Dialogs in Kamerun. Bereits am Dienstag habe Präsident Paul Biya in einer Rede verkündet, Ende des Monats einen Dialog über die Situation des anglophonen Teil Kameruns anzustoßen. Geflüchtete und Vertriebene müssten in ihre Heimat zurückkehren können und Kinder wieder die Möglichkeit eines Schulbesuchs haben, so Biya. Angefangen als Lehrer*innen-Streik im Jahr 2016 haben sich große Proteste im anglophonen Teil Kameruns ausgebreitet. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Konflikt mindestens 1.850 Menschen das Leben gekostet habe. Biya habe jedoch Forderungen nach einer Abspaltung des anglophonen Teils Kameruns eine Absage erteilt. Die Opposition sei mit den bisher gemachten Zusagen jedoch nicht zufrieden. Man habe konkrete Maßnahmen wie eine allgemeine Amnestie für die englischsprachigen Anführer*innen, die sich im Gefängnis befinden, erwartet, so Denis Nkemlemo, Sprecher der Oppositionspartei Social Democratic Front.

3. Hoffnung für Südsudan?

Das ZDF meldet, dass im Südsudan die Aussicht auf eine Einheitsregierung besteht. Präsident Salva Kiir und Riek Machar, ehemaliger Vizepräsident und Rebellenführer, wollen bis zum 12. November eine einheitliche Regierung stellen. Nach einem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Juba seien noch offene Fragen geklärt worden, unter anderem die Anzahl der Staaten im Südsudan.

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