12. Oktober 2021
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12. Oktober 2021

Burkina Faso: Historischer Prozess wegen Präsidenten-Mord begonnen / WHO verlangt ehrgeizigere Klimaziele / Höchste Zeit für gerechte globale Verhältnisse

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1. Burkina Faso: Historischer Prozess wegen Präsidenten-Mord begonnen

In Ouagadougou wird seit Montag der Mord an Thomas Sankara, einem Revolutionshelden und ehemaligen Präsidenten von Burkina Faso, vor Gericht verhandelt. Darüber berichten die Tageszeitung (taz) und die Neue Zürcher Zeitung. Für viele Angehörige der jungen Generation sei Sankara bis heute ein Held der Dekolonisierung, er gelte als Afrikas Che Guevara. Er sei ein sozialistischer Revolutionär gewesen und hatte bereits 1980 vor Aids gewarnt und sich für Frauenrechte eingesetzt. Er sei am 15. Oktober 1987, nach vier Jahren an der Macht, bei einem Militärputsch gestorben. Den Putsch hatte sein Vertrauter Blaise Compaoré angeführt, der das Land daraufhin regiert habe, bis er 2014 durch wochenlange Proteste der Balai Citoyen zum Rücktritt gezwungen worden sei. Compaoré sei beim Prozess nicht anwesend. Der heute 70-Jährige sei nach seinem Sturz ins Exil in der Côte d’Ivoire gegangen und hatte die ivorische Staatsbürgerschaft angenommen. Laut seiner Anwälte sei er nie zu einer Vernehmung vorgeladen worden. Außerdem erwarten sie kein faires Verfahren.

 

2. WHO verlangt ehrgeizigere Klimaziele

Wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer medizinischen Katastrophe gewarnt. Darüber berichten Tagesschau.de und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Laut eines Sonderberichts stelle der Klimawandel die größte Gesundheitsbedrohung der Menschheit dar. Die Folgen seien vor allem für die am meisten verletzlichen und benachteiligten Menschen zu spüren. Immer häufigere Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Stürme und Überschwemmungen betreffen Millionen von Menschen direkt, gefährden Gesundheitssysteme, bedrohen die Ernährungssicherheit und führen zur Verbreitung zahlreicher Krankheiten. Allein durch Luftverschmutzung sterben nach Angaben der WHO jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen frühzeitig. Zudem wirke sich der Klimawandel auch auf die psychische Gesundheit aus. 300 Verbände haben im Namen von 45 Millionen Pflegekräften weltweit einen Appell an die Regierungen und die Delegationen der Klimakonferenz veröffentlicht, in dem schärfere Klimaschutzmaßnahmen gefordert werden.

 

3. Höchste Zeit für gerechte globale Verhältnisse

Thomas Gebauer, langjähriger Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation Medico International, hält in der Frankfurter Rundschau ein Plädoyer für eine Reform des Entwicklungsministeriums. Wie auch Entwicklungsminister Gerd Müller betont habe, bestehe keine Zukunft darin, dauerhaft auf Kosten anderer zu leben. Der Wohlstand in Deutschland gründe sich auf das Elend, das im globalen Süden verursacht werde. Es seien unsere Krisen, die wir “der Welt aufgenötigt haben” und die sich nun auch bei uns bemerkbar machen, so Gebauer. Die neue Regierung müsse sich für eine spürbare Reduktion der angewachsenen sozialen Ungleichheit einsetzen. Ungerechte Handelsverträge mit dem globalen Süden müssen überarbeitet werden und transnationale Unternehmen müssen sich zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichten. Das Entwicklungsministerium selbst müsse transformiert werden. Es solle in ein Ministerium für gerechte Globalisierung umgewandelt werden. Es müsse “frei von eigennützigen Überlegungen” die sozial-ökologische Transformation der Welt vorantreiben.

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