12. April 2022
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12. April 2022

Mali: EU stoppt militärische Ausbildungsmissionen / Drei Millionen Dosen Impfstoff könnte vernichtet werden / Afrika: Zunehmende politische Instabilität als Folgen des Ukraine-Konflikts

1. Mali: EU stoppt militärische Ausbildungsmissionen

Die Europäische Union beendet die praktische Ausbildung von Sicherheitskräften in Mali. Darüber berichten die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, Spiegel.de, Zeit Online, der Tagesspiegel, Zdf.de und die Deutsche Welle. EU-Außenbeauftragter Josep Borrell sagte nach dem gestrigen Außenministertreffen, dass es “keine ausreichenden Garantien” dafür gebe, dass die russische Söldnergruppe Wagner nicht in den Konflikt eingreife. In Zukunft werde es nur noch eine Ausbildung malischer Soldaten in rechtlichen Fragen, aber kein militärisches Training mehr geben. Dabei sollen Sicherheitskräfte strategisch beraten werden und ihnen die Regeln der Kriegsführung beigebracht werden. Deutschland werde sich auch fragen müssen, welche Zukunft die Beteiligung der Bundeswehr in dem UN-Blauhelmeinsatz Minusma in Mali habe, so Borrel. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kritisiere die Regierung in Bamako, die “in den letzten Monaten international sehr viel Vertrauen verspielt” habe – nicht zuletzt durch die Verschiebung der freien Wahlen sowie durch die Kooperation mit Moskau.

2. Drei Millionen Dosen Impfstoff könnte vernichtet werden

Die internationale Initiative Covax nimmt laut Angaben aus dem Gesundheitsministerium zur Zeit keine überschüssigen Impfstoffspenden mehr an. Darüber berichten Tagesschau.de, der Deutschlandfunk und die Berliner Zeitung. Deshalb drohen drei Millionen überschüssige Corona-Impfstoffdosen in Deutschland bis Ende Juni zu verfallen, so ein Sprecher aus dem Ministerium. Bisher scheitere man vor allem daran, dass die Impfstoffe schwer zu transportieren und zu handhaben seien. Die internationale Pandemiebekämpfungsinitiative ACT-Accelerator versuche zwar Ländern dabei zu helfen, die nötige Logistik aufzubauen, allerdings sei laut dem Ministeriumsprecher die Nachfrage “doch deutlich geringer, als es gut wäre”. Über die Initiative Covax habe Deutschland laut Angaben des Auswärtigen Amtes bislang rund 104 Millionen Corona-Impfstoffdosen gespendet.

3. Afrika: Zunehmende politische Instabilität als Folgen des Ukraine-Konflikts

Der Ukrainekrieg kann der globalen Wirtschaft laut einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bis zu 1,3 Prozentpunkte Wachstum kosten. Besonders für einkommensschwache Länder sei dadurch das Risiko für zunehmende politische Instabilität besonders hoch, wie der Spiegel thematisiert. Denn sie geben im Vergleich zu einkommensstarken Ländern “einen größeren Teil ihres Einkommens für Lebensmittel aus”, so die WTO. Zu den negativen Folgen auf den Welthandel gehören nicht nur russische und ukrainische Exporte von Energie, Getreide und Sonnenblumenprodukten, sondern auch Lieferungen von Palladium und Rhodium für die Herstellung von Katalysatoren für Autos. Die WTO warne davor, dass die Weltwirtschaft in Handelsblöcke zerfalle und Länder wieder stärker auf Selbstversorgung in Produktion und Handel setzen müssen. Dies schade dem Wettbewerb und ersticke Innovation.

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