11. Juni 2019
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11. Juni 2019

Bildung gegen Bevölkerungsboom / Über 150 Millionen von Kinderarbeit betroffen / Tote in Mali

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1. Bildung gegen Bevölkerungsboom
Im Interview mit dem SPIEGEL stellt sich der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, Fragen zu den Studienergebnissen seines Insituts zur Bevölkerungsnetwicklung in Afrika. Das dortige Bevölkerungswachstum sei im Verhältnis zu anderen Weltregionen verhältnismäßig stark. Entwicklung und Bevölkerungsentwicklung stehen in einem engen Zusammenhang, bisher seien viele Akteure noch zögerlich, aktiv die Herausforderungen bei Familiengrößen und Kindszahlen anzugehen. Dabei sei kein staatlicher Zwang nötig, sondern Investitionen in die Bereiche Gesundheitsversorgung, Bildung und Jobs. Dies habe zum Beispiel in Thailand zu einem deutlichen Rückgang der Geburtenziffern geführt. Insbesondere Bildung für Frauen sei ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Bevölkerungspolitik. Mit steigender Bildung sinke das Risiko einer Frühverheiratung, Frauen bekommen später und weniger Kinder und können sich in der Familienplanung besser gegen ihre Partner durchsetzen. Allerdings reichen Bildungsinvestitionen alleine nicht aus. Es müsse auch sichergestellt werden, dass es genügend Jobs für die gebildeten Frauen gebe. Auch der Zugang zu Verhütungsmittel werde durch religiöse Gruppen oder der gegenwärtigen US-Administration erschwert. Die deutsche Entwicklunspolitik solle sich auf Gesundheit, Bildung und Jobs fokussieren und dabei auch das Ziel verfolgen, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, so Klingholz. Dies ermögliche afrikanischen Ländern einen Entwicklungsschub, wie ihn viele asiatische Staaten bereits durchlaufen haben.

2. Über 150 Millionen von Kinderarbeit betroffen
Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de, ZDF.de und Zeit Online thematisieren einen Bericht des Kinderhilfswerks Unicef und der Kinderrechtsorganisation Terre des hommes. Demnach müssen rund 152 Millionen Kinder arbeiten, rund jedes zehnte Kind weltweit. Für etwa 50 Prozent der Betroffenen gelten gefährliche und ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Mit 72 Millionen Jungen und Mädchen führt Afrika die Liste der meisten Kinderarbeiter*innen an. Die meisten seien in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Zahl der betroffenen Kinder sei im Vergleich zum Jahr 2000 zwar um über 90 Millionen zurückgegangen, aber der Rückgang verlangsame sich. Unicef habe dazu aufgerufen, extreme Armut, Bildung und die Stärkung in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu rücken, um Kinderarbeit stärker zu bekämpfen. Terre des Hommes habe zudem eine weltweite Durchsetzung der Schulpflicht sowie eine stärkere Sanktionierung von Arbeitgebern gefordert, die Kinder beschäftigen.

3. Tote in Mali
Wie unter anderem Spiegel Online, tagesschau.de, FAZ.net, Zeit Online melden, sind bei einem Überfall in Mali knapp 100 Menschen getötet worden. Unbekannte haben das Massaker in einem Dorf in der Region Mopi verübt. Die Täter*innen seien noch nicht identifiziert worden, aber ein ethnischer und verteilungspoiltischer Konflikt werde nicht ausgeschlossen. Der Konflikt in der Region habe sich durch das Auftauchen islamistischer Terrormilizen verschärft. Bereits im März seien bei einem ähnlichen Angriff 130 Menschen ums Leben gekommen. Die Bundeswehr sei im Rahmen einer UN- und einer EU-Mission mit etwa 1000 Soldat*innen vor Ort im Einsatz.

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