11. Juli 2019
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11. Juli 2019

Demographie: Bildung als wichtiger Faktor / Wo fängt Klimaflucht an? / Kampf gegen Terrorismus aufnehmen

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1. Demographie: Bildung als wichtiger Faktor

Zum Weltbevölkerungstag berichtet Martina Schwikowski in der Deutschen Welle über die demographische Lage in Afrika. Die junge Bevölkerung in Afrika wachse rasant, die Wirtschaft könne hier in vielen Ländern nicht mithalten. Das westafrikanischen Land Niger habe aktuell die höchste Geburtenrate, es werde hier mit einer Verdreifachung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 gerechnet. Für diesen Anstieg fehlen Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Bildung und vieles mehr, so Alisa Kaps, Mitarbeiterin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Ein entscheidender Faktor bei der Bevölkerungsentwicklung sei Bildung. Je länger Mädchen Bildung erhielten, desto später heiraten sie, so Kaps. Langfristig können sie somit mehr zum Familieneinkommen beitragen und das traditionelle Rollenbild verändern. Der Wandel vollziehe sich allerdings nur langsam, sagt Jakkie Cilliers, Direktor des südafrikanischen Instituts für Sicherheitsstudien. Eine gesellschaftliche Debatte zu Themen wie Bildung für Frauen und Mädchen sowie Gesundheitsversorgung sei wichtig. In Afrika dauere es allerdings noch rund drei Jahrzehnte, bis mehr Einkommen und Wachstum durch den demographischen Umschwung spürbar werden, so Cilliers. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, liegt Deutschland in der EU mit 83 Millionen Menschen als bevölkerungsreichster Staat an der Spitze. In Afrika bewiesen die Staaten Äthiopien und Ghana, dass ein staatliches Gesamtkonzept wirksam sei. In Äthiopien habe sich die Kindersterblichkeitsrate in den letzten 25 Jahren halbiert, die Einschulungszahlen haben sich dagegen verdoppelt.

2. Wo fängt Klimaflucht an?

In einem Interview mit Andrea Bachstein in der Süddeutschen Zeitung erklärt Politikwissenschaftler Benjamin Schraven wie der Klimawandel Migration in Zukunft beeinflussen wird. Klimamigration und Klimaflucht sei schwierig zu definieren, da die Zusammenhänge oft wesentlich komplexer seien als zunächst angenommen. Am Horn von Afrika müssten die Menschen aufgrund von Dürre fliehen, allerdings seien hier auch von Beginn an keine stabilen Zustände gegeben. Es gebe keine allgemeine Definition von „Klimaflüchtling”. Ab wann der Einfluss des Klimas selbst so hoch sei, dass es als Fluchtursache gelte, sei schwierig zu sagen. Viele Menschen kehren nach Naturkatastrophen an ihre Heimatstätten zurück oder verlassen ihr Zuhause erst gar nicht. Dennoch werden sie registriert. Es sei klar, dass es einen Einfluss des Klimawandels auf das Migrationsverhalten gebe, unklar sei, in welchem Ausmaß. Eine gigantische Bewegung durch den Klimawandel sei in den nächsten Jahren aber nicht zu erwarten. Wichtig sei vor allem die Bekämpfung vor Armut, denn oft träfen die Folgen des Klimawandels die Menschen, die bereits von Armut betroffen sind.

3. Kampf gegen Terrorismus aufnehmen

Wie ZDF.de und evangelische.de berichten, warnt UN-Generalsekretär António Guterres vor dem wachsenden Terrorismus in Afrika. Terroristische Attacken würden ganze Regionen destabilisieren. Afrika müsse Unterstützung im globalen Kampf gegen Terrorismus bekommen. Sie sollten stärker miteinander kooperieren, aber auch internationale Gemeinschaft sollten Unterstützung leisten. Guterres verweist vor allem auf die Bluttaten von Extremisten*innen in Kenia, Nigeria, Mali, Burkina Faso und Niger. Wirtschaftliche Fortschritte und soziale Entwicklung dürften nicht durch Terroristen*innen zunichtegemacht werden.

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