11. August 2021
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11. August 2021

Regierung in Äthiopien ruft Volk zum Kampf gegen Tigray-Truppen auf / Präsidentschaftswahlen morgen in Sambia / Klima- und Friedensforschung müssen zusammenarbeiten

1. Regierung in Äthiopien ruft Volk zum Kampf gegen Tigray-Truppen auf

Das Büro des Ministerpräsidenten Abiy Ahmed forderte am Dienstag “alle fähigen Äthiopier” auf, sich bei Armee, Spezialeinheiten und Milizen zu melden, um das Vorgehen gegen die regierungsfeindlichen Tigray-Rebell*innen zu unterstützen. Darüber berichten unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Tageszeitung. Die Erklärung komme sechs Wochen nach Ausruf des Waffenstillstandes der Regierung. Spiegel.de, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel und die Deutsche Welle thematisieren einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, demzufolge systematische Gewalt gegen Frauen und Kinder in der Krisenregion weit verbreitet sei. Angehörige der äthiopischen Streitkräfte, des eritreischen Militärs, der paramilitärischen Spezialpolizei der Region Amhara und der amharischen Miliz Fano haben auf grausame Weise sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt. Frauen und Mädchen seien Opfer von Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen, sexueller Versklavung, Verstümmelung der Genitalien und anderer Folterformen geworden.

 

2. Präsidentschaftswahlen morgen in Sambia

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung und evangelisch.de berichten über die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Sambia am Donnerstag, die von einer Schuldenkrise überschattet werden. 15 Kandidat*innen wollen den 64-jährigen Edgar Chagwa Lungu, der wegen seines zunehmend autokratischen Führungsstils in der Kritik stehe, herausfordern. Es werde mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lungu und dem Oppositionsführer Hakainde Hichilema gerechnet, der die Wahlen 2016 knapp gegen Lungu verloren hatte. Hichilema hatte im Wahlkampf die Wirtschaftskrise zu seinem Hauptthema gemacht. Sambia hatte im vergangenen Jahr als erstes afrikanisches Land die Zahlungsunfähigkeit erklärt, weil es wegen hoher Ausgaben in der Corona-Pandemie seine Schulden nicht mehr zahlen konnte. Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) seien von Reformen abhängig, welche die Regierung bisher nicht umgesetzt habe.

 

3. Klima- und Friedensforschung müssen zusammenarbeiten

Andrew Gilmour der Berghof Foundation und Ottmar Edenhofer des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung thematisieren in einem Gastkommentar in der Frankfurter Allgemeine Zeitung die Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels auf den Frieden. Die Beweislage dafür, dass die Krise verheerende Konsequenzen für Menschen in fragilen Staaten habe und Interessenkonflikte um die Nutzung von Gemeingütern verschärfe, verdichte sich. Bereits 2018 haben sich laut Friedensforschungsinstitut SIPRI acht der zehn größten multilateralen Friedenseinsätze in Ländern befunden, die dem Klimawandel extrem stark ausgesetzt sind. Vor allem ethnisch unterteilte Gesellschaften, deren wirtschaftliche Grundlage die Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung sei, haben ein höheres Risiko für Konfliktausbrüche nach Extremwetterereignissen wie Dürren. Beispiel dafür sei Somalia. Es sei wichtig, Klimafolgenabschätzungen in Friedensbestrebungen einzubinden. Präventive Maßnahmen wie eine rapide Emissionsminderung, die Anpassung an Umweltveränderungen und Konfliktmediation seien ein wichtiger Schritt, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

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