10. September 2021
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10. September 2021

Afrikas Image geprägt von Hunger, Armut und Konflikt / Covax liefert weniger Impfstoffdosen als geplant / Pandemie-Folgen in Afrika: Mehr Teenager bekommen Kinder

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1. Afrikas Image geprägt von Hunger, Armut und Konflikt

Fabian Sickenberger thematisiert im Tagesspiegel die westlichen Vorstellungen des afrikanischen Kontinents. Sie seien geprägt von einer „Single Story of Catastrophe“, dem unhinterfragten Narrativ eines ganzen Erdteils als Katastrophengebiet, so die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie. Umfragen zufolge verbinden Menschen in Europa und Deutschland den Kontinent in erster Linie mit Hunger, Armut und Konflikten. Zentral für solche Ansichten seien Informationen aus den Massenmedien. Eine kürzlich verteidigte Dissertation an der Technischen Universität Dortmund zur Afrikaberichterstattung der ARD-„Tagesschau“ thematisiere, wie das Fernsehen über Afrika berichtet. Untersucht worden sei eine repräsentative Stichprobe aus knapp 1800 Nachrichten über den afrikanischen Kontinent, die zwischen 1952 und 2018 ausgestrahlt wurden. Die Analyseergebnisse zeigen: Weniger als vier Prozent aller „Tagesschau“-Nachrichten befassen sich mit Afrika. Die wenigen Nachrichten wiederum behandeln zu mehr als 60 Prozent Krisen, Kriege, Katastrophen, Konflikte, Korruption, Krankheiten und Kriminalität.

 

2. Covax liefert weniger Impfstoffdosen als geplant

Afrika wird laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende des Jahres 25 Prozent weniger Corona-Impfstoffdosen erhalten als geplant. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Hannoversche Allgemeine Zeitung, der Bayerische Rundfunk, die Neue Zürcher Zeitung und aerzteblatt.de. Die internationale Impfstoff-Initiative Covax habe ihre prognostizierten Lieferzahlen für 2021 nach unten korrigiert. Statt der ursprünglich angepeilten 2 Milliarden Dosen werden es bis Ende des Jahres nur rund 1,4 Milliarden sein. Grund dafür seien unter anderem Auffrisch-Impfungen und das Horten von Impfstoffdosen in einigen Ländern. So seien alleine in den USA seit März 15 Millionen Dosen der Vakzine verfallen und weggeworfen worden. Mit diesen Dosen hätten alle Menschen über 18 Jahren in Liberia, Mauretanien und Gambia geimpft werden können. In Afrika seien bisher nur etwa drei Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die weltweite Lage beim Zugang zu Corona-Impf­stoffen sei „inakzeptabel“, betonten die WHO, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF sowie die öffentlich-privaten Allianzen Gavi und CEPI gestern in einer gemeinsamen Erklärung.

 

3. Pandemie-Folgen in Afrika: Mehr Teenager bekommen Kinder

In afrikanischen Ländern häufen sich Anzeichen für steigende Zahlen von Schwangerschaften bei Teenagern als Folge des Lockdowns während der Corona-Pandemie. Darüber berichtet Martina Schwikowski in der Deutschen Welle. Internationale Hilfsorganisationen sehen Grund zur Sorge und warnen vor den Langzeitfolgen für junge Mädchen. Laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF gehören Schwierigkeiten bei Schwangerschaft und Geburt zu den Haupttodesursachen bei jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Viele Anlaufstellen für Jugendliche und junge Erwachsene in Notsituationen sowie die Schulen seien geschlossen. Wenn diese Sicherheitsstrukturen wegfallen, gebe es laut der afrikanischen Hilfsorganisation Amref Health Africa in Kenia für die Mädchen keinen Schutz vor sexuellem Missbrauch und niemanden, der sie über sexuelle und reproduktive Gesundheit aufklärt. Nach Einschätzung von Amref gelte dieser Trend für den ganzen Kontinent. Die Pandemie berge die Gefahr, dass Mädchen Rückschläge erleiden und bereits gewonnene Fortschritte – vor allem in Bezug auf Bildung – verloren gehen, so Marumo Sekgobela, Gesundheits- und Ernährungsmanager bei Save the Children Südafrika.

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