10. November 2020
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10. November 2020

Libyen-Gespräche in Tunis / Mosambik: Norden unter Beschuss, Bevölkerung flüchtet / Diskussion um Umgang mit Kolonialgütern

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1. Libyen-Gespräche in Tunis
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung(FAZ), Focus Online, Deutsche Welle und die junge Welt berichten, finden derzeit in Tunis Friedensgespräche bezüglich Libyen statt. Das Ziel der Gespräche unter Leitung der Vereinten Nationen sei die Beilegung des Konflikts, der Abzug ausländischer Akteure sowie anschließende Wahlen. Die Kernprobleme des Libyen-Konflikts seien Machtverteilung, Ressourcenzugriff und mächtige Milizen, so Christoph Ehrhardt in der FAZ. Ebenso hatten die Konfliktparteien vorab einen Waffenstillstand vereinbart, der jedoch an einigen Stellen Raum für Interpretationen lasse. Nach Einschätzungen des Think Tanks International Crisis Group in der Deutschen Welle böten uneindeutige Formulierungen den Konfliktparteien die Möglichkeit, den Text nach ihren eigenen Interessen zu interpretieren.

2. Mosambik: Norden unter Beschuss, Bevölkerung flüchtet
Nach einer Meldung der Tageszeitung (TAZ) treibt der im Norden Mosambiks tobende Bürgerkrieg die Bevölkerung zur Flucht. Die Fluchtroute führt über das Meer in die Küstenstadt Pemba und endete für bereits 38 Geflüchtete tödlich. Nach Angaben der International Organization for Migration (IOM) seien seit Mitte Oktober 274 Boote mit über 13.000 Menschen in Pemba gelandet. Im Norden Mosambiks bekämpfen sich islamistische Rebellen mit Truppen der mosambikanischen Regierung. Letzterer werden auch Menschenrechtsverletzungen gegen die eigene Bevölkerung vorgeworfen. Zudem rufen die Rebellen im Süden des benachbarten Tansanias dazu auf, den tansanischen Präsidenten John Magufuli, dem wie kürzlich in den Top-Themen berichtet Wahlmanipulation, Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie die Unterdrückung der Opposition vorgeworfen wurde, zu stürzen. Dies führe unter anderem auch zu dem Beschuss von Dörfern im Norden Mosambiks durch die tansanische Armee.

3. Diskussion um Umgang mit Kolonialgütern
In einem Artikel in der Frankfurter Rundschau diskutiert Johannes Dieterich den Umgang mit Kolonialgütern im Zuge der bevorstehenden Eröffnung des Humboldt Forums in Berlin. Obwohl Staaten, wie beispielsweise Nigeria, die Rückgabe der zu Kolonialzeiten gestohlenen Kulturgüter forderten, sei diesem Antrag von diversen europäischen Museen nicht stattgegeben worden. Die Vertreter*innen der Museen argumentierten damit, dass die Schätze in den europäischen Museen besser aufgehoben seien. Frankreichs Präsident Macron habe dem gegenüber bereits versprochen, eine weitreichende Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an afrikanische Länder in die Wege zu leiten. Allerdings seien erst kürzlich zwei Statuen der Igbo in einem Pariser Auktionshaus für mehr als 200 000 Euro versteigert worden, obwohl Nigeria darum gebeten habe, solche Auktionen zu stoppen. Der Profit, der durch den Verkauf, der im Zuge des Biafra-Krieges aus Nigeria gestohlenen Statuen erzielt wurde, sei an das französische Auktionshaus gegangen.

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