10. Februar 2021
Top-Themen

10. Februar 2021

#BioNTechLeaks: Aktivist*innen wollen an ‘Impfstoff-Rezept’ / Somalia vor erneuter Zerreißprobe / Immer mehr Afrikanerinnen nutzen Verhütungsmittel

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. #BioNTechLeaks: Aktivist*innen wollen an ‘Impfstoff-Rezept’

Wie die Tageszeitung und Zeit Online heute berichten, fordert das Künstler- und Aktivist*innen-Kollektiv Peng! vom Corona-Impfstoff-Hersteller BioNTech die Herausgabe ihrer Patente. Das Kollektiv wolle das Pharmaunternehmen mit einer Plakataktion vor ihrem Sitz in Mainz dazu drängen, die Anleitung zum Herstellen des Corona-Impfstoffs frei zugänglich zu machen. Außerdem fordern sie Mitarbeiter*innen von BioNTech dazu auf, über eine dafür freigeschaltete Website anonym Informationen weiterzugeben. Dadurch soll anderen Herstellern ermöglicht werden, selbst den Corona-Impfstoff zu produzieren. Durch die schnellere Verbreitung sollen auch ärmere Länder früher an den Corona-Impfstoff kommen, so das Kalkül. Die Aktivist*innen kritisieren die Patentgeheimhaltung auch, da der Impfstoff unter anderem mit der Hilfe von öffentlicher Förderung durch die Bundesregierung finanziert worden sei. Sie werfen BioNTech vor, Profite über Menschenleben zu stellen. Auch die Welthandelsorganisation berate derzeit über eine etwaige Aussetzung des Patentschutzes von Corona-Impfstoffen. Indien und Südafrika haben einen entsprechenden Antrag eingereicht, dem sich bereits 100 Länder angeschlossen haben. Der größte Widerstand komme bisher vonseiten der Industrieländer. 

2. Somalia vor erneuter Zerreißprobe

Wie Tagesschau.de sowie die Frankfurter Rundschau melden, sind die Präsidentschaftswahlen, die für Montag anberaumt waren, auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund dafür sei politischer Streit zwischen der Regierung unter Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed, der Opposition und den Bundesstaaten. Die Opposition werfe Farmajo vor, die Wahlen zu fälschen und eine nicht-unabhängige Wahlkommission einzusetzen. Auch habe die Regierung in die Politik der Bundesstaaten hineinregiert. Bei diesen Konflikten gehe es letztlich um die Verteilung der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Ressourcen zwischen der Hauptstadt und den Bundesstaaten. Die Amtszeit des Präsidenten sei nun zu Ende und die Opposition erkenne ihn nicht mehr an. Das ehemalige Bürgerkriegsland stehe wieder ohne regulären Präsidenten und ohne Regierung da und drohe von rivalisierenden Clans und extremistischen Islamisten aufgerieben zu werden. Mangels politischen Vertrauens steige zugleich die Nachfrage nach Waffen bei Einzelpersonen und Clans, so der politische Analyst Hussein Sheikh Ali vom somalischen Think Tank “Hiraal Institute”. Am meisten profitiere von dem Streit aber eine Gruppe, die bei den Gesprächen gar nicht beteiligt war: die Terrormiliz Al-Schabab. Sie schlage inzwischen selbst wieder in Regionen des Landes zu, aus denen sie bereits vertrieben worden sei. Trotzdem vermindern die afrikanische Mission Amisom und Somalias Nachbarstaaten ihre Truppenstärke. Die US-Truppen seien bereits ganz abgezogen.

3. Immer mehr Afrikanerinnen nutzen Verhütungsmittel

Martina Schwikowski schreibt heute in der Deutschen Welle, dass immer mehr Afrikanerinnen Verhütungsmittel und Angebote zur Familienplanung nutzen. Laut dem jüngsten Bericht von “Family Planning 2020” (FP2020) sei die Zahl seit 2012 um 66 Prozent gestiegen – von 40 Millionen auf über 66 Millionen Frauen und Mädchen. Dies sei ein Erfolg für Regierungen und internationale Partner. Das Angebot verbessere sich immer mehr mit Gesundheitsberater*innen in den Gemeinden oder innovative Services wie Kondom-Lieferung per Moped auf Bestellungen per SMS. Trotzdem seien die Geburtenraten und das Bevölkerungswachstum in Afrika noch immer sehr hoch. Bis 2050 soll sich die Einwohnerzahl nach Berechnungen der Vereinten Nationen auf zwei Milliarden Menschen verdoppeln. Ein wichtiger Grund dahinter: Kultureller und religiöse Glaubensvorstellungen, die es vielen Frauen erschweren, über ihre Körper selbst bestimmen zu können, so FP2020-Direktorin Beth Schlachter.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge