10. Februar 2020
Top-Themen

10. Februar 2020

Die Afrikanische Union will die Waffen zum Schweigen bringen / Kamerun: Parlamentswahl begleitet von Gewalt und Boykott / Ostafrika: Grassierende Heuschreckenplage breitet sich aus

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Afrikanische Union will die Waffen zum Schweigen bringen
Gestern und heute findet der alljährliche Gipfel der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba statt, nachdem am Samstag Südafrika ihre einjährige Präsidentschaft der AU angetreten hat, wie die zdf.de, Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Deutschlandfunk, der SWR, stern.de und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichten. Cyril Ramaphosa, Präsident Südafrikas, sagte zum Auftakt der Präsidentschaft seines Landes, den Kontinent „aufbauen“ zu wollen und die „Waffen zum Schweigen zu bringen“. Entsprechend des Jahresmottos der AU, „Silencing the Guns“, drängen viele Konflikte und Krisensituationen nach Lösungen, wie beispielsweise in Libyen, im Südsudan, dem Kongo und der Sahelzone. Der Kontinent leide auch unter der Gewalt gegen Frauen, die Ramaphosa bekämpfen wolle während er zusätzlich plane, die sozio-ökonomische Situation von Frauen zu verbessern. Doch Ramaphosas Ambitionen stehen „enormen“ Herausforderungen gegenüber, so Gugu Dube, Konfliktforscherin vom ‚Institute for Security Studies‘ (ISS) aus Pretoria auf zdf.de. „Es ist unwahrscheinlich, dass aus diesem Jahr ein konfliktfreier Kontinent hervorgeht“, so Dube, die dies mit den bekannten grundlegenden Problemen wie „Ungleichheit, Armut, Menschenrechtsverletzungen, Korruption und illegale Geldflüsse, fehlende Demokratie, Ausbeutung von Umweltressourcen und dem Klimawandel“ begründet. Hinzu komme, dass der Friedens- und Sicherheitsrat der AU bestimmte Konflikte auf dem Kontinent ignoriere. Es sei zwingend notwendig, in die Zukunft der rund 600 Millionen jungen afrikanischen Menschen zu investieren. Die jüngst etablierte kontinentalen Freihandelszone sei ein erster Schritt in eine partnerschaftliche Zukunft afrikanischer Zusammenarbeit, bilanziere Dube positiv.

2. Kamerun: Parlamentswahl begleitet von Gewalt und Boykott
Gestern fanden im westafrikanischen Kamerun Parlaments- und Kommunalwahlen statt, die wegen Unruhen seit 2018 zweimal verschoben und auch dieses Mal von Gewalt und Boykottaufrufen überschattet wurden, wie die Süddeutsche Zeitung, der Deutschlandfunk, Deutsche Welle, arte.tv, evangelisch.de, der Focus und das Domradio melden. Der 86-jährige Paul Biya regiere seit 37 Jahren Kamerun als autoritärer Präsident und wolle „mit der Abstimmung die Dominanz seiner Partei RDPC festigen“, so evangelisch.de. Von den circa sieben Millionen registrierten Wähler*innen konnten einige wegen anhaltender „bürgerkriegsähnliche Zuständen“ gar nicht oder nur unter starker Militärpräsenz die Wahlurnen aufsuchen. Andere, wie militante Separatisten in den englischsprachigen Gebieten oder der Oppositionspolitiker Maurice Kamto, riefen zum Boykott der Wahl auf. Kamerun wurde nach einem Vierteljahrhundert deutscher Kolonialisierung nach Ende des ersten Weltkriegs in eine französische und eine britische Zone eingeteilt, die in den sechziger Jahren wiedervereint wurden. Seit dem leide das Land unter Konflikten und gewalttätigen Auseinandersetzungen.

3. Ostafrika: Grassierende Heuschreckenplage breitet sich aus
Die in Ostafrika grassierende Heuschreckenplage hat über Kenia mittlerweile Uganda und den Südsudan erreicht – eine Entspannung sei nicht in Sicht, wie der Deutschlandfunk, Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz), die Stuttgarter Nachrichten, der Standard und die NZZ berichten. Ursprünglich stammen die Schwärme der Wüstenheuschrecke aus der Wüste von Oman, aus der sie über den Jemen den Golf von Aden nach Ostafrika überquerten. Die Nahrungsmittelversorgung der Menschen Ostafrikas werde durch die rasante massenhafte Vermehrung der Tiere noch instabiler. Die UN-Ernährungsorganisation FAO schätze, dass die wirkungsvolle Bekämpfung der Plage Kenia, Äthiopien und Somalia rund 70 Millionen Euro kosten werde. Allerdings sei auch trockeneres Klima nötig, um die massenhafte Vermehrung der Tiere zu stoppen. Die überdurchschnittliche Erwärmung des Indischen Ozeans durch den Klimawandel begünstige starke Regenfälle und somit die Bildung von Insektenschwärmen.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

Ähnliche Beiträge