10. Dezember 2021
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10. Dezember 2021

Corona: “Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind” / Zunehmender Hunger in Mali / Burkina Faso: Regierungschef Dabiré tritt zurück

1. Corona: “Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind”

Joseph Stiglitz, Professor an der Columbia University in New York und Wirtschaftsnobelpreisträger, kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die globale Impfstoffverteilung. Bisher habe Deutschland noch keinen Beitrag dazu geleistet, die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen für alle Menschen auf der Welt sicherzustellen. Stattdessen müsse einer vorübergehenden Ausnahmeregelung von den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) für geistiges Eigentum zugestimmt werden. Bisher sei die Bundesregierung, was die WTO betrifft, der “wichtigste Bremser”. Impfstoffpatente freizugeben wäre aber “ein Gebot gesundheitspolitischer Vorsicht” und läge auch im Eigeninteresse des Landes, so Stiglitz. Das Auftauchen der Omikron-Variante unterstreiche diese Notwendigkeit von neuem. Produktionsanlagen im globalen Süden müssen so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden. Sonst habe man keine realistische Chance, die Pandemie in näherer Zukunft zu beenden. Bis Mitte November hatten circa 53 Prozent der 7,9 Milliarden Menschen weltweit mindestens eine Impfdosis erhalten, in Ländern mit niedrigen Einkommen seien es weniger als sieben Prozent gewesen.

 

2. Zunehmender Hunger in Mali

Im westafrikanischen Mali hat sich die Zahl Hungernder Menschen innerhalb eines Jahres auf 1,2 Millionen Menschen verdreifacht, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grund dafür sei laut 22 humanitären Organisationen eine Kombination aus zunehmender Unsicherheit, Dürre und der Corona-Pandemie. Es seien mehr als 225.000 Hektar Felder und damit die Lebensgrundlage von rund drei Millionen Menschen zerstört worden. Etwa 400.000 Menschen seien aufgrund der Krise aus dem Land geflohen. Wegen bewaffneter Milizen und Terrorgruppen sei es Hilfsorganisationen in vielen Regionen nicht möglich, Bedürftige zu erreichen. Winand von Petersdorff berichtet ferner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Vorhaben der Weltbank, die Massentierhaltung von Insekten zu fördern. Dies sei eine vielversprechende Methode, die nachhaltige, klimaschonende Ernährung mit Proteinen vor allem in Afrika sicherzustellen. Die Herausforderung, die schnell wachsende Bevölkerung des Kontinents satt zu bekommen, sei mit Methoden der konventionellen Landwirtschaft allein nicht zu leisten. Afrika spüre die Folgen des Klimawandels besonders stark und könne sich deshalb eine auf viel Wasser angewiesene Nahrungsproduktion nicht leisten.

 

3. Burkina Faso: Regierungschef Dabiré tritt zurück

Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle berichten über den Rücktritt der Regierung im westafrikanischen Burkina Faso. Grund sei die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die schlechte Sicherheitslage im Land und die anhaltenden Angriffe militanter Islamistengruppen. Präsident Roch Marc Christian Kaboré habe Ministerpräsident Christophe Marie Joseph Dabiré entlassen, der zuvor ein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte. Dadurch sei automatisch auch die Regierung aufgelöst worden. Dabiré solle die Regierungsgeschäfte allerdings bis zur Bildung einer neuen Regierung weiterführen. Kaboré habe in sozialen Medien zur Einheit im Land aufgerufen. In Burkina Faso komme es seit 2015 immer wieder zu extremistischen Anschlägen. Zudem verschlechtere sich die Sicherheitslage aufgrund krimineller Banden und ethnischer Konflikte. Im Land und seinen Nachbarstaaten seien Milizen aktiv, darunter auch Gruppen, die sich den Terrornetzwerken Al Kaida und dem Islamischen Staat (IS) zugehörig fühlen.

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